Wangen

Benin steht seit 10 Jahren im Vereinsmittelpunkt

Von links die Initiantinnen und Gründungsmitglieder Madeleine Hers-perger, Elisabeth Tschanz und Margrit Hodonou; Dah daho Isidore Hodonou ist Projektleiter seit Vereinsgründung. imw

Von links die Initiantinnen und Gründungsmitglieder Madeleine Hers-perger, Elisabeth Tschanz und Margrit Hodonou; Dah daho Isidore Hodonou ist Projektleiter seit Vereinsgründung. imw

Der Verein Malima kümmert sich seit einer Dekade um soziale Projekte im afrikanischen Benin. Vor allem schulischen Belangen kommen die Gelder aus der Schweiz zu.

Der «Verein Malima Wangen» – ein Projekt zur Selbsthilfe in Benin, Westafrika – lädt die Bevölkerung zur öffentlichen Benefizveranstaltung am Samstag, 6. April, ab 18 Uhr, in den reformierten Kirchgemeindesaal in Wangen ein. Spaghettiplausch mit der Familie Riso, Kaffee und Kuchen und eine Tombola geben den Rahmen; dazu gibts Musik, Tanz und Gesang mit «Prosper NKouri und Marianne Weinmann. Gleichzeitig wird gebührend das 10-Jahr-Jubiläum des Vereins Malima Wangen gefeiert.

Am 1. Januar 2003

Auf Initiative von Madeleine Hersperger, Elisabeth Tschanz und Margrith Hondonou wurde an der Gründungsversammlung am 1. Januar 2003 ein Verein gegründet. Gemäss Artikel 2 der Statuten bezweckt der Verein die Unterstützung und Förderung von Projekten in Quidah und Umgebung (Benin, Westafrika), ins besondere das Schulprojekt und das Augenprojekt, welches Hilfe zur Selbsthilfe bieten soll. Der Verein verfolgt diesen Zweck durch Flohmärkte, Aktionen, Information, Beschaffung von Spender/-innen- und Gönner/-innenbeiträgen. Als Vereinspräsidentin wurde Elisabeth Tschanz gewählt, als Aktuarin Margrith Hodonou, als Kassierin Madeleine Hersperger, als Kontrollstelle Anton Kofmel, Treuhandbüro, und als Projektleiter Dah daho Isidore Hodonou.

Mitglied des Vereins können alle natürlichen und juristischen Personen werden, welche die Anliegen des Vereins unterstützen. Gemäss Artikel 11 beträgt der jährliche Mitgliederbeitrag 30 Franken für Einzelpersonen, 50 Franken für Ehepaare und 100 Franken für juristische Personen. Am 5. September 2004 wurde an der Dorfstrasse 66 in Wangen das nicht mehr wegzudenkende Malima-Stübli (Brockenstube Malima) eröffnet, mit dessen Warenangebotserlös die Malima-Hilfsprojekte Benin wesentlich unterstützt werden; die Hauptverantwortliche, «der stets auf Hochtouren laufende Motor» und der gute Geist ist seit der Gründung des Vereins und der Eröffnung des Malima-Stübli bis heute die Kassierin Madeleine Hersperger.

Von 7 auf 161 Mitglieder

An der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung vom 30. April 2004 zählte der Verein sieben Mitglieder und 77 Personen, welche das Projekt in irgendeiner Form unterstützten. Bereits im ersten Vereinsjahr (2003) konnten mit Flohmärkten, Barverkäufen und Spenden total 12 190 Franken erwirtschaftet werden und gemäss dem Bericht des Projektleiters Dah daho Isidore Hodonou mit dem ersten Hilfsprojekt des Vereins Malima in Höhe von 10 250 Franken acht Kindern, die sonst keine Chance gehabt hätten, den Schulbesuch von Abomey ermöglicht. Auch konnten dadurch einige ehemals blinde Patienten die Behandlung abschliessen und ihr Leben wieder selbstständig meistern.

Gemäss Statistik ist der Verein Malima Wangen bis 2012 erfreulich auf 161 Mitgliedern, 17 Paten, 735 aktive Personen und 210 Trimbacher Schüler gewachsen. Der Ertrag Flohmi/Antik betrug im Jahr 2003 Fr. 12 190.– und im Jahr 2012 Fr. 11 135.50; der Reinertrag betrug im Jahr 2003 Fr. 10 004.– und im Jahr 2012 Fr. 8020.50. Die Einnahmen aus dem Malima-Stübli betrugen im Jahr 2004 Fr. 2280.– und im Jahr 2012 Fr. 10 306.05. Die Einnahmen Spenden/Paten betrugen im Jahr 2003 Fr. 600.–, im Jahr 2012 Fr. 48 686.–; die Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen im Jahr 2003 Fr. 100.–, im Jahr 2012 Fr. 3910.–. Für das Hilfsprojekt Benin wurden im Jahr 2003 Fr. 10 250.– aufgewendet und im Jahr 2012 Fr. 71 865.–. Die Erfolgsrechnung 2012 weist aus unzähligenAktionen total erwirtschaftete Erträge von Fr. 90 743.55 aus.

Der Projektleiter berichtet

Der Projektleiter Dah daho (entspricht etwa der Funktion eines ehrenamtlichen Friedensrichters in der Schweiz) Isidore Hodonou ist in Djohitin, Benin, Westafrika, geboren. Seit 43 Jahren ist er in der Schweiz, verheiratet mit einer Schweizerin, mit Wohnsitz in Olten. Er ist Vater zweier erwachsener Kinder. Seine Tochter ist Primarlehrerin, der Sohn Bezirkslehrer, Pfarrer und Gemeinderat in Olten. Isidore Hodonou begann mit seiner Familie und Freunden, ganz im Kleinen, etwa zwölf Jahre vor der Gründung des Vereins Malima in seiner zur stabilen Demokratie gewordenen ursprünglichen Heimat mit der Hilfe zur Selbsthilfe.

Er ist die direkte Verbindung zu Schulen und Behörden in Benin. Wie alle vom Verein Malima arbeitet er ohne Bezahlung. Gemäss seinem Bericht im Jahr 2011 würden die grössten Ausgaben ins Malima-Schulprojekt fliessen: «Wir ermöglichen Waisen, Halbwaisen und in einem Fall auch Kindern, deren Eltern schwer krank sind, den Schulbesuch, da ansonsten niemand für sie aufkäme; unterstützt werden zehn Primarschüler und fünf Gymnasiasten mit Aufenthalt und Schulbesuch im Internat Sinwé Légo, zwei Gymnasiastinnen im Internat Jeanne d’Arc in Abomey, vier Mädchen mit Aufenthalt in Berufsfindungsklassen; zwei Studenten in Abomey-Calavie, drei externe Schüler in Cotonou. Die Unterstützung umfasst ebenso die Gesundheitsvorsorge und Krankenpflege der Schüler. «Im Weiteren ermöglichen wir die Gesundheitsvorsorge und Krankenpflege des Dorfes, die Landwirtschaft auf dem zukünftigen Schulgelände, die Fertigstellung von WC und Dusche sowie den Beginn des Baues eines Mehrzweckhauses», blickt Isidore Hodonou voraus.

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