Jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat besteht neu die Möglichkeit, sich ungezwungen zu treffen und sich beim Schreiben oder Lesen helfen zu lassen. Die Schreibstube und der Treffpunkt im Parterre des alten Pfarrhauses an der Solothurnerstrasse 26 sind an jenen Tagen immer von 16.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. Erstmals willkommen sind Personen, die dieses Angebot nützen möchten, am 9. Oktober. Treffpunkt und Schreibstube werden von der Kolpingfamilie Olten betreut.

Kürzlich stellten die Initianten das Projekt offiziell vor. An dieser Vorpremiere fasste Bernhard Gloor, Präsident des Vereins Kolpingfamilie Olten, die Idee zusammen: Wir möchten einen Raum schaffen, wo Menschen verschiedener Herkunft sich treffen und bei Kaffee oder einem Mineralwasser austauschen und neue Erfahrungen sammeln können. Eingeladen sind Personen aus der ganzen Region Olten.

Werner Good konkretisierte Treffpunkt und Schreibstube. Der Treffpunkt ist zwei Mal pro Monat von halb fünf bis halb acht Uhr geöffnet. Innerhalb dieser Zeit kann man aber kommen und gehen, wann man möchte. Es sind immer zwei Personen der Kolpingfamilie anwesend.

Schreibstube

In einem Nebenraum ist gleichzeitig eine Schreibstube eingerichtet. Diese verfügt über die nötige Infrastruktur wie Laptop, Internetanschluss, Drucker und Kopierer. Eine Person steht Unterstützung bereit. Sie hilft beim Aufsetzen eines Briefes, Suchen und Ausfüllen eines Formulars sowie beim Verstehen eines amtlichen Briefes oder eines anderen Textes. Das Büro der Schreibstube ist vom Treffpunkt getrennt, Diskretion ist gewährleistet.

Steuererklärungen werden keine ausgefüllt. Die Schreibstube ist auch keine Rechts- oder Mieterberatung. Personen mit entsprechenden Problemen können aber an die zutreffenden Stellen weitervermittelt werden. Kenntnisse der deutschen Sprache sind vorausgesetzt, andernfalls müssen sich die Gäste von Treffpunkt und Schreibstube von einer Übersetzerin oder einem Übersetzer begleiten lassen.

An der Vorpremiere bekundeten mehrere soziale Institutionen ihr Interesse am Angebot. Stadträtin Marion Rauber, Vorsteherin der Sozialdirektion, lobte den Treffpunkt als ein Gefäss für den zwischenmenschlichen Austausch und die Vernetzung. Überdies fülle die Schreibstube eine Lücke, leiste unentbehrliche Hilfe. Ebenso äusserten sich Anna Citkovic-Derendinger von der Beratung für Schwerhörige und Gehörlose sowie Cornelia Dinh-Sommer, Sozialarbeiterin der katholischen Kirche Olten. (uam)