Geboren wurde Margaretha Zumbrunnen-Bucher bei starkem Schneefall am 30. März 1919. Und zwar im Olten-Hammer als Tochter von Martha Bucher-Wahl, Kolonialwaren-Handlung und Emil Bucher, Buchdrucker bei der örtlichen Dietschi.

Vier Jahre später kam Schwester Käthi zur Welt. Margarethe erlebte eine unbeschwerte Schulzeit in Olten und Kantonsschule in Schaffhausen. Anschliessend absolvierte sie die Ausbildung zur Hausbeamtin in den schwierigen Kriegsjahren.

Schulschatz geheiratet

Nach den Kriegwirren in den Nachbarländern heiratete die Jubilarin im Jahre 1945 ihren Schulschatz Fritz Zumbrunnen, den späteren Gewerbelehrer. Den Kindern Elisabeth, Gerhard und Heini war sie eine liebevolle Mutter. Und: Es fehlte ihr nicht an Arbeit in Haus und Garten.

Ihr politisches Interesse zeigte sich in der hauswirtschaftlichen Aufsichtskommission. In dieser Funktion durfte sie am Schulfest-Umzug mitmarschieren. In späteren Jahren verbrachte das Geburtstagskind gute Stunden im Treffpunkt der reformierten Kirche und turnte auch bis vor wenigen Jahren aktiv mit.

Ein schwerer Einschnitt im Leben der Margaretha Zumbrunnen war der Tod ihres Gatten und vor wenigen Jahren jener von Sohn Heini. Aber: Es wurden ihr aber auch vier Urenkel geschenkt. Mit 90 Jahren gewann sie mit dem GA noch eine gewisse Freiheit.

Ihr Interesse an Lektüre und Handarbeiten und an der Natur sind heute wichtig. Und die abendlichen Patiencespiele gehören zum Tagesablauf der Jubilarin. Eine Motivation für die tägliche Rollator-Runde sind Nachbars Schildkröten. Und wenn etwas nicht mehr geht, heisst es: «Es isch jetz halt e so …»