Trotz Sparbemühungen der Stadt Olten. Deren Unterstützung für die Fasnacht bleibt auch für die Ausgabe 2016 unverändert: Rund 75 000 Franken an anfallenden Kosten werden nicht weiterverrechnet; der Löwenanteil mit 67 000 Franken entfällt auf Dienstleistungen des Werkhofs, rund 6500 Franken auf solche im Bereich Verkehr. Bezüglich der Werkhof-Kosten meint Erich Leimgruber, stellvertretender Werkhofleiter:

«Die Aufgaben des Werkhofs beziehen sich vor allem auf die Bereitstellung von Infrastruktur, hauptsächlich aber auf den Reinigungsdienst, der jeweils bereits am Sonntag nach dem Umzug beginnt.» Und die Dienstleistungen im Bereich Verkehr beziehen sich vor allem auf Signalisationsarbeiten im Vorfeld des Umzugs, wie Franco Giori, Leiter Öffentliche Sicherheit, erklärt.

Neu in diesem Jahr aber: Das Fasnachts- und Umzugskomitee Olten übernimmt die Kosten für die Einsätze der Securitas, welche die Stadt vormals eingekauft hatte. «Das macht einen mittleren vierstelligen Betrag aus», so Fuko-Präsident Beat Loosli. Zähneknirschen darüber aber bleibt aus.

Er gibt sich mit der aktuellen Kostenverteilung zufrieden. Alles sei einvernehmlich verlaufen, wie überhaupt der Übergang von der Stadt- zur Kantonspolizei für die Fasnachtsorganisatoren nahtlos vonstatten gegangen sei. «Deren Kosten konnten durch verschiedene Massnahmen optimiert werden», so Loosli. Vielleicht deshalb stellt die Kantonspolizei keine Rechnung für ihren Einsatz.

Ein Anlass traditioneller Güte

Warum der Stadtrat in Sachen Fasnacht nicht auf die Kostenbremse tritt, ist an sich einfach auszumachen. Dessen Argumentation, der Anlass sei einer mit Tradition, ist mit Sicherheit nicht von der Hand zu weisen. Die Fasnacht steht denn auch in der Reihe von anderen langjährigen Veranstaltungen mit einem breiten Öffentlichkeits-Charakter.

Deren Namen: Schulfest, Chilbi, Mio, Beach Event; «allenfalls auch der ‹Donnschtig-Jass›, wenn er denn kommt», so Franco Giori. Eines der Kriterien sei, dass von der Stadt unterstützte Veranstaltungen auf ein breites Nutzerpotenzial zählen könnten und zu weiten Teilen eintrittsfrei zu geniessen seien. Das ist bei der Fasnacht sicherlich der Fall, resümiert das offizielle Olten.

Natürlich überlege man sich im Rat jeweils bei der Vorprüfung des Geschäfts, inwieweit die gewährte finanzielle Unterstützung zu verantworten sei, sagt Stadtschreiber Markus Dietler. Die Kostenverteilung der verschiedenen Aktivitäten habe sich im letzten Jahr bewährt und sollte beibehalten werden. «Es macht ja auch nicht viel Sinn, wenn die Unterstützung in dieser Form gestrichen und später über andere Wege ausbezahlt wird», so der Stadtschreiber.

Und schliesslich gelte es zu bedenken, dass im Fall markanter Kürzungen allenfalls auch die Fasnacht in der aktuellen Form nicht mehr durchgeführt werden könnte. «Das ist auch nicht Sinn der Sache», so Dietler. Insgesamt stellt die Stadt Olten eine Rechnung über knapp 5500 Franken aus.

Die Nutzung öffentlichen Grundes für das HC-Olten-Zelt schlägt mit 1600 Franken zu Buche, jene für diverse Verpflegungsstände gemäss Gebührenordnung mit knapp 3900 Franken. Die Nutzungsgebühr fürs HC-Olten-Zelt fällt deshalb an, weil die Nutzniessung allein auf den Zeltbetreiber, den Hockey Club Olten, fällt.