Olten

Bei Alpiq folgt Jens Alder auf Hans E. Schweickardt

Schlüsselübergabe: links der scheidendende VR-Präsident E. Schweickardt mit Nachfolger Jens Alder.

Schlüsselübergabe: links der scheidendende VR-Präsident E. Schweickardt mit Nachfolger Jens Alder.

Die Alpiq Generalversammlung wählt Jens Alder zum neuen Verwaltungsratspräsidenten, das Schiff des grössten nationalen Energieunternehmens braucht in stürmischer See einen Kapitän mit sicherer Hand.

Trotz trüber wirtschaftlicher Aussichten für den nationalen Stromriesen Alpiq: Die 7. Generalversammlung in Olten genehmigte grossmehrheitlich sämtliche Anträge des Verwaltungsrates und hievte mit Jens Alder als Nachfolger von Hans E. Schweickardt ebenfalls einen Elektroingenieur auf den Schild der Alpiq-Spitze.

Aufgrund der anhaltend tiefen Grosshandelspreise im Strommarkt und einem unsicheren regulatorischen Umfeld musste Alpiq im Geschäftsjahr 2014 ausserordentliche Wertminderungen und Rückstellungen in Höhe von einer guten Milliarde Franken vornehmen, was sich letztlich auf das Reinergebnis massiv auswirkte: -902 Millionen Franken weist dieses aus. Im Gegensatz dazu lag das Ergebnis im Jahr 2013 noch knapp im positiven Bereich (18 Mio. Franken). Der Nettoumsatz schwand im vergangenen Geschäftsjahr um 14 Prozent und belief sich auf 8,1 Milliarden Franken. Der Einbruch sei nicht unerwartet gekommen, so die Alpiq-Offiziellen. Im Jahr 2014 hat der Konzern auch weitere Massnahmen zur Bilanzstärkung vorgenommen und seine Beteiligungen an der Swissgrid AG veräussert. Aus den bisherigen Transaktionen resultierte ein Erlös von 363 Mio. Franken.

Dividende– wahlweise

Angenommen hat das Aktionariat auch den Vorschlag des Verwaltungsrates, die Dividende (2 Franken/Aktie) entweder in bar oder als neu auszugebende Aktie zu beziehen. Um die Ausschüttung neuer Aktien zu ermöglichen, stimmte die Versammlung einer genehmigten Kapitalaufstockung mit Statutenänderung zu. Mit der Wahldividende wolle Alpiq ihre Kapitalbasis stärken und die finanzielle Flexibilität der Gruppe verbessern, so der scheidende Verwaltungsratspräsident Hans E. Schweickardt an die Adresse der Versammlung.

Mehrere Redner, darunter Oltens einstiger Stadtpräsident Ernst Zingg, würdigten schliesslich Schweickardts Arbeit. Unter seiner Führung wurde die Fusion der beiden Energieunternehmen Atel und EOS vollzogen, was die neue Alpiq zum grössten nationalen Energieunternehmen machte.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1