Innert ein paar Tagen ist die Feuerwehr Olten zwei Mal wegen Hochwasseralarms ausgerückt. Eher unüblich. Doch bei den Wetterkapriolen des Sommers 2014 sind weitere Einsätze nicht auszuschliessen.

Diese unsichere Wettersituation hat die Verantwortlichen der Feuerwehr Olten in Absprache mit weiteren Fachstellen dazu bewogen, die getroffenen Hochwasserschutzmassnahmen, die beim Aarebistro ausgelegten sogenannten Beaverschläuche nämlich, vorläufig vor Ort zu lassen, wie Kommandant Philipp Stierli auf Anfrage erklärt.

Überwacht werden diese von externen Sicherheitskräften. «Es hat sich andernorts gezeigt, dass Passanten die Sperren als Spielplatz missbrauchten», so der Kommandant. Und das wolle man auf jeden Fall vermeiden.

Keine Motivationsprobleme

Die Einsätze, denen glücklicherweise lediglich präventiver Charakter zukam, hätten keineswegs an der Motivation der Einsatzkräfte gerüttelt. «Im Gegenteil», so Stierli, «die Leute haben sehr konzentriert und zielstrebig gearbeitet.» Rund 20 Feuerwehrleute sind jeweils für die Installation der Hochwassersperren im Einsatz. Natürlich liesse sich die Arbeit mit weniger Personal bewerkstelligen, meint der Kommandant. Aber er gibt zu bedenken, dass die letzten beiden Einsätze unter Zeitdruck erfolgten.

Entweder waren es die Wassermassen, deren Ankunftszeit ungewiss blieb oder – Tage später – die hereinbrechende Dunkelheit. «Die Sperren bei Dunkelheit einzurichten birgt für unsere Leute ein grösseres Gefahrenpotenzial und ist logischerweise auch mühsamer», so Stierli. In solchen Momenten sei es hilfreich, ausreichend Einsatzkräfte vor Ort zu haben. Im Übrigen würden nicht immer dieselben Personen zum Einsatz kommen. «Da nimmt man nach Möglichkeit Rücksicht», so der Kommandant, der seinen Feuerwehrleuten ein Kränzchen für ihren Einsatz windet.

Eine spürbare Mehrbelastung wegen der derzeitigen Hochwassersituation sieht der Kommandant nicht auf seine Leute zukommen. «In vom Hochwasser betroffenen Gebieten ist die Belastung der Rettungskräfte logischerweise eine ganz andere», meint er. Aber die sei absolut nicht vergleichbar mit jener in Olten.