Hägendorf
Bauzone wird definitiv nicht erweitert

27 Stimmberechtigte verabschiedeten an der Gemeindeversammlung von Hägendorf ein räumliches Leitbild. Dieses besteht nun aus drei übergeordneten Leitsätzen.

Alice Guldimann
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Das fertige Leitbild besteht nun aus den drei übergeordneten Leitsätzen, dass Hägendorf erstens ein Lebensmittelpunkt für seine Bevölkerung, zweitens ein attraktiver Wohnort und drittens ein wertschöpfungsstarker Arbeitsort sein soll.

Das fertige Leitbild besteht nun aus den drei übergeordneten Leitsätzen, dass Hägendorf erstens ein Lebensmittelpunkt für seine Bevölkerung, zweitens ein attraktiver Wohnort und drittens ein wertschöpfungsstarker Arbeitsort sein soll.

Wichtigster Punkt an diesem Abend: die Verabschiedung des räumlichen Leitbildes 2015. Das Leitbild legt fest, wie und wo der Boden in einem Zeithorizont von ungefähr 20 Jahren genutzt werden soll und enthält behördenverbindliche Leitsätze und Pläne.

Thomas Ledermann vom Planungsbüro BSB + Partner, der bei der Entstehung des Leitbildes mitgearbeitet hat, stellte den Stimmbürgern das 25-seitige Dokument etwas genauer vor. Besonderen Wert legte er dabei darauf, dass nicht die Arbeitsgruppe alleine das Leitbild gestaltet hat, sondern dass auch ein guter Teil aus Anregungen aus der Bevölkerung entstanden war. So hatten die Hägendörfer mehrere Gelegenheiten, ihre Meinungen und Wünsche anzubringen. Einerseits in Form einer Mitwirkungsveranstaltung, andererseits wurde online ein Fragebogen zur Verfügung gestellt, der laut Ledermann rege genutzt wurde.

So kam einiges an Lob, aber auch eine lange Liste an Anregungen zur Verbesserung zustande. Einige dieser Anregungen lauteten beispielsweise «Geregelte Parkierung auf dem gesamten Gemeindegebiet», «Tempo 30 in den Wohngebieten» und «Förderung von Mobility».

Das fertige Leitbild besteht nun aus den drei übergeordneten Leitsätzen, dass Hägendorf erstens ein Lebensmittelpunkt für seine Bevölkerung, zweitens ein attraktiver Wohnort und drittens ein wertschöpfungsstarker Arbeitsort sein soll.

Bauland bleibt Bauland

Ein wichtiger Punkt: Das Siedlungsgebiet, sprich Bauland und Reservezone, soll nicht mehr ausgedehnt werden. Auf eine besorgte Nachfrage aus der Gemeindeversammlung konnte Vize-Gemeindepräsident Heiner Roschi beruhigen: «Was heute Bauland ist, das bleibt auch Bauland.» So wurde das räumliche Leitbild schliesslich einstimmig von der Gemeindeversammlung verabschiedet.

Im weiteren Verlauf der Gemeindeversammlung stand eine Statutenänderung des Dienstleistungsbetriebs Hägendorf (DLBH) auf dem Programm. Da Rickenbach einer der grössten Kunden des DLBH war, hat es Interesse signalisiert, der öffentlich-rechtlichen Anstalt beizutreten. Die Hägendörfer Gemeindeversammlung stimmte dem Beitritt zu.

Bevor Gemeindepräsident Albert Studer die Versammlung beenden konnte, brachte eine Stimmbürgerin noch eine dringende Frage auf, die ihr auf der Zunge brannte. Die Ergebnisse der Schulevaluation, welche der Kanton durch die Fachhochschule habe durchführen lassen, seien von vielen Gemeinden bereits bekannt, diejenigen von Hägendorf seien noch nicht kommuniziert worden. Sie frage sich nun, wann die Resultate der Primarschule bekannt würden.

Schulevaluation zurückgewiesen

Albert Studer wusste Antwort: «Ich habe den Bericht zurückgewiesen, weil er einige strittige Punkte enthielt und mir die Überarbeitung nicht gefiel.» Er warte nun auf Antwort des Kantons. Solange der Bericht vom Gemeinderat nicht abgesegnet würde, könne er auch nicht veröffentlicht werden, so Studer.