Olten
Bauherrschaft ist zufrieden mit der Nachfrage nach Wohnraum in SüdWest

15 Prozent der 420 Wohneinheiten sind bereits reserviert oder vermietet; zudem sind alle Gewerberäumlichkeiten auf Anfang Oktober schon vergeben.

Urs Huber
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Olten SüdWest: Im Oktober werden die ersten Wohnungen bezogen; 15 Prozent der 420 Einheiten sind bereits reserviert oder gar vermietet.

Olten SüdWest: Im Oktober werden die ersten Wohnungen bezogen; 15 Prozent der 420 Einheiten sind bereits reserviert oder gar vermietet.

BRUNO KISSLING

Anfang Oktober 2015 sollen sie bezugsbereit sein, die 420 Wohneinheiten in Olten SüdWest. Die erste Realisationsetappe, geografisch umrahmt von Erfinder-, Bühnen-, Autoren- und Gründerstrasse, bringt Wohneinheiten in den unterschiedlichsten Grössen; von der Anderthalb- bis zur Viereinhalbzimmerwohnung mit Preisen, die je nach Lage im Komplex variieren. Die Anderthalbzimmerwohnungen sind für rund 1000 Franken brutto zu bekommen, die Viereinhalbzimmerwohnungen liegen preislich bei rund 2000 Franken brutto.

64 Reservationen und Mieten

Zehn Monate vor dem eigentlichen Bezugstermin sind 64 Wohneinheiten bereits reserviert oder gar vermietet. Dies verrät die entsprechende Immobilienseite im Internet. Die Wohnungen würden im Niederenergiestandard erbaut und dank guter Dämmung und der modernen Fussbodenheizung ein durchgehend angenehmes Wohnklima bieten, kündigt sie an. Und: Auf dem ehemaligen Holcim-Areal entstehe das neue Wohnquartier in Olten, das als gemischter und attraktiver neuer Stadtteil zentral gelegene und moderne, helle Wohnungen sowie Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe beherbergen soll. «Besondere Merkmale dieses Projekts sind die nutzungsorientierte Ausrichtung auf die zukünftigen Bewohner sowie das Streben nach einer natürlichen, grünen Umgebung mit viel Freiraum für Jung und Alt, in der man sich zum Spielen und Toben trifft oder nach Feierabend noch hier und da einen kurzen Schwatz geniesst», stellt die Seite weiter in Aussicht.

Gewerberaum vergeben

Argumente, die offensichtlich nicht auf taube Ohren stossen. Die Reservations- beziehungsweise Mietzahlen machen Bauherr Leopold Bachmann ganz zufrieden, wie er auf Anfrage sagt. Er gehe zwar nicht davon aus, dass per Oktober 2015 alle Wohnungen belegt sein werden, man müsse da realistisch bleiben. Aber für gänzlich unmöglich hält er das Unterfangen, sie bis Ende kommenden Jahres an den Mieter oder die Mieterin gebracht zu haben, dann doch nicht. «Mit ein bisschen Glück ist auch dieses Ziel durchaus zu erreichen», ergänzt er. Denn Wohnungen würden sich derzeit noch relativ leicht vermieten lassen. Um dann einer alten Maxime folgend anzuhängen: «Man soll sich am Erreichten freuen.» Besonders lobend aber hebt er hervor, dass bereits jetzt sämtliche Gewerberäumlichkeiten vermietet sind. «Das ist so etwas wie ein Glücksfall und doch eher ungewöhnlich.» Andernorts würden diese Flächen am häufigsten und am längsten ungenutzt bleiben.

Im Fahrplan

Auch wenn der vergangene Bausommer eher ein feuchter war und zwischenzeitlich der Winter ins Land gezogen ist: Bachmann ist zuversichtlich, die Wohnungen termingerecht bereitstellen zu können. «Wir sind auf Kurs», sagt er, «dem Zeitplan sogar etwas voraus.» Er habe schon viele Grossbauten mit drei-, vier- oder gar fünfhundert Wohnungen entstehen sehen. «Aber noch nie ist es uns passiert, dass die Wohnungen nicht termingerecht bezugsbereit waren», sagt er. Und dies werde auch in Olten SüdWest nicht passieren. Denn: «Schliesslich haben unsere Mieter ihre alte Wohnung auf den 1. Oktober aufgegeben und wären somit in einer sehr unangenehmen Lage. Eine solche Situation würden wir nicht zulassen», so der Bauherr.

Bauheizung einrichten

Wegen der drohenden Kältephase sieht der Bauherr in den kommenden Tagen die Installation einer sogenannten Bauheizung vor. Zuvor allerdings sollten an allen Gebäuden die Fenster montiert sein. «Das wird in spätestens zwei, drei Wochen so weit sein», sagt Bachmann. Die Bauheizung wird deswegen notwendig, weil für Innenarbeiten die Umgebungstemperatur nicht unter plus 5 Grad sinken darf. Andernfalls könnten Schäden an den Innenausbauten auftreten. Im Bedarfsfall ist gar die Inbetriebnahme der gebäudeeigenen Bodenheizung vorgesehen. «Wir sind auf alles vorbereitet und arbeiten mit guten Leuten zusammen», sagt Bachmann.