Olten

Baugesuch ist sistiert – Erschliessungsplan notwendig

Projekt Grundwasserpumpwerk: Ausgesteckt im Februar 2019; seither ist baulich nichts mehr passiert.

Projekt Grundwasserpumpwerk: Ausgesteckt im Februar 2019; seither ist baulich nichts mehr passiert.

Das geplante Bauvorhaben der AEW Energie AG zur Errichtung eines Grundwasserpumpwerks in Olten erfährt Verzögerungen.

Anfang Februar letzten Jahres berichtete diese Zeitung über die Auflage eines Baugesuchs. Demnach beabsichtigte die AEW Energie AG aus Aarau, am Schützenmattweg in Olten ein Grundwasserpumpwerk zu errichten. Das Grundwasser, so die Absicht des Gesuchstellers, sollte via Entnahmebrunnen hochgepumpt werden, um so dessen Wärme zu gewinnen und die am geplanten Wärmeverbund Olten angeschlossenen Liegenschaften damit zu versorgen. Nach Ansicht der Bauherrschaft ist der Standort am Schützenmattweg für diese Zwecke optimal gelegen. Damals ging man davon aus, nach erfolgter Baubewilligung betrage die Bauzeit lediglich wenige Monate. Grössere Beeinträchtigungen durch Lärm oder etwa Baustellenverkehr wurden nicht befürchtet.

Nichts gelaufen in der Zwischenzeit

Nun, ein gutes Jahr später, steht am Schützenmattweg noch immer kein Grundwasserpumpwerk. Das Baugesuch ist sistiert, aber nicht zurückgezogen. Grund dafür sind Einsprachen. «Auch eine solche der Stadt Olten», wie Marcel Kränzlin, Leiter Wärmegeschäft AEW Energie AG, auf Anfrage erklärt. Das beantragte Volumen der Grundwassernutzung durch die AEW war der Stadt zu hoch. Zudem muss das Projekt von einem Erschliessungsplan begleitet sein. «Frühestens im Herbst wird das Planwerk fertig sein. Wir arbeiten bei dessen Erstellung eng mit der Stadt Olten zusammen», sagt Kränzlin. «Dieser unterliegt dann einer Mitwirkung und öffentlichen Auflage», wie Oltens Stadtbaumeister Kurt Schneider sagt. Dann muss der Solothurner Regierungsrat noch darüber befinden.

Quellen des geplanten Wärmeverbundes Olten sind die Abwärme vom Datacenter der Swisscom sowie das Grundwasser. Private, Genossenschaften, Verwaltungen, kantonale und städtische Schulen, Kirche und öffentliche Gebäude gelten als potenzielle Hauptkunden.

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