Olten/Wangen bei Olten
Bald ohne nasse Füsse durchs Naherholungsgebiet: Über eine Furt des Gheidgrabens entsteht ein Steg

Beim Gheidgraben, auf Gemeindegebiet Wangen bei Olten, entsteht bis im Frühling ein Steg für Wanderer.

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Diese kleine Furt wird mit einem Steg überbrückt, zur Freude der Nutzenden.

Diese kleine Furt wird mit einem Steg überbrückt, zur Freude der Nutzenden.

Bruno Kissling

Ein unscheinbares Bauwerk: gut einen Meter breit, gut fünf Meter lang, einseitig mit einem Geländer versehen. Und erstellt im Grenzgelände zwischen Wangen bei Olten und der Stadt Olten. Als Bauherr tritt der Kanton Solothurn auf.

Um die Katze aus dem Sack zu lassen: Es handelt sich beim fraglichen Projekt um den Bau eines hölzernen Steges über eine Furt des Gheidgrabens, nahe der Langsamverkehrsbrücke über die Dünnern. Noch bis zum 27. November liegt das Baugesuch auf der Bauverwaltung im Gemeindehaus Wangen bei Olten auf.

«Dieser Weg wird doch von sehr vielen Fussgängern, Wanderern, Joggern genutzt. Und der hat sich in letzter Zeit als nicht ganz ungefährlich erwiesen», sagt Ulrich Harder vom zuständigen Amt für Umwelt/Wasserbau auf Anfrage. Es habe auch schon Verletzte gegeben. Denn die eigentlichen Trittsteine aus Jurakalk sind glitschig geworden.

Der Kanton hatte sie im Rahmen der Revitalisierung des Dünnernabschnittes vor rund 5 Jahren so hergerichtet, damit Fussgänger trockenen Fusses die Furt passieren können. Also dränge sich aus Sicherheitsgründen eine bauliche Veränderung auf, auch wenn das Vorhaben in einem Gebiet ausserhalb der Bauzone umgesetzt werde. «Wir befinden uns dort in einem Naturreservat, aber der Ort zwischen Wangen und Olten ist wie gesagt sehr stark frequentiert», wiederholt Harder.

Mit dem neuen Steg wolle man unbedingt die Unfallgefahr beim Queren des Baches minimieren, um schwerwiegendere Unfälle zu vermeiden. Im Übrigen aber möchte man der Natur im Reservat Ruhe gönnen. Aktuell werden dort auch Hochstamm-Obstbäume angepflanzt, die nicht der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten sind.

Mit rund 10'000 Franken ist die Baute veranschlagt. Der Kanton Solothurn als Bauherr geht davon aus, das kleine Projekt bis Mitte Frühling kommenden Jahres umgesetzt zu haben. Immer unter der Voraussetzung, dass Einsprachen ausbleiben, die Witterung mitspielt und die notwendigen Betonarbeiten für das Brückenwiderlager nicht verzögert werden.