Das Interesse am Adventsmarkt im Klostergarten ist ungebremst. Das zeigt die Tatsache, dass sich bereits vor der offiziellen Ausschreibung diverse Aussteller gemeldet haben, die zwischen dem 1. und 4. Dezember 2016 gerne ihre Ware im Klostergarten anbieten möchten. Eines ist somit bereits heute klar: Der 8. Adventsmarkt wird ein weiteres Mal ein breites und abwechslungsreiches Angebot an Geschenkideen in insgesamt 43 Chalets präsentieren können. Nach zweimaliger Vergrösserung des Adventsmarktes mit mehr Chalets lässt es das OK bei der achten Ausgabe bei der Obergrenze von 43.

Leichte Veränderungen gibt es hingegen im OK. Mit Kilian Berger, Franco Giori und Roger Lang verlassen drei langjährige OK-Mitglieder das Entscheidungsgremium. Mit Renzo Cervi konnte dafür ein neues Mitglied gewonnen werden, welches neue und frische Ideen ins OK bringen wird. Mit der ersten Sitzung Anfang April laufen die Planungen für den kommenden Adventsmarkt bereits auf Hochtouren.

Reinerlös von 44 000 Franken

Dank den zahlreichen Besuchern, den Sponsoren, sowie den 155 freiwilligen Helfern konnte am vergangenen Adventsmarkt wiederum ein stattlicher Reingewinn erwirtschaftet werden. Dieser geht wie seit der ersten Ausgabe des Adventsmarktes gewohnt, je zur Hälfte an inländische und ausländische Hilfs- und Sozialprojekte. Insgesamt darf das OK in diesem Jahr 44 000 Franken verteilen. Das ist die höchste Ausschüttung seit der ersten Durchführung im Jahr 2009. Im Inland kommt das Geld dem Kloster für Arme, dem katholischen Sozialdienst Olten sowie dem Wohnheim Bethlehem in Wangen zu Gute. Das Wohnheim Bethlehem beherbergt Personen, die vorübergehend oder längerfristig nicht in der Lage sind, einen eigenen Haushalt zu führen.

Im Ausland unterstützt das OK insgesamt vier Projekte. Dazu gehört ein Waisenkinderheim in Tansania, welches von einer den Oltner Kapuzinerbrüdern bekannten Klosterschwester geführt wird. In Sri Lanka wird ebenfalls ein Waisenkinderheim unterstützt. Dieses steht in Manculam und wurde nach dem Tsunami im Jahr 2004 für traumatisierte Waisenkinder errichtet. Ausserdem wird mit dem Reingewinn vom letzten Adventsmarkt ein Teil nach Vavunjia geschickt, welches ebenfalls in Sri Lanka liegt. Dort sorgen sich junge Kapuziner um die in grosser Armut lebende Bevölkerung. Auch die für diese Projekte verantwortlichen Personen sind den Oltner Kapuzinerbrüdern bestens bekannt, womit garantiert ist, dass das Geld in die richtigen Hände gerät.

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingsthematik war man sich im OK einig, diesbezüglich nicht tatenlos zuzusehen und wollte daher im Ausland noch ein viertes Projekt unterstützen. Wo genau das Geld hinfliessen sollte, darüber war man sich allerdings zuerst nicht einig. Denn das Geld soll für bestimmte Projekte eingesetzt werden und nicht in einen Pool fliessen. Da der Kapuzinerorden selber Flüchtlingshilfe im Ausland leistet, wird der vierte Teil dieser Auslandshilfe nun in entsprechende, ordensinterne Flüchtlingshilfsprojekte im Ausland investiert.