Starrkirch-Wil

Aus Wildpark verschwunden: Was geschah mit den drei Ziegenbabys?

Drei Ziegenbabys aus Oltner Tierpark verschwunden

Drei Ziegenbabys aus Oltner Tierpark verschwunden

Im Oltner Wildpark Mühletäli kamen vor Kurzem drei Ziegen zur Welt. Kurz darauf sind die Neugeborenen verschwunden und werden seither vermisst. Was mit den Ziegenbabys geschehen ist, ist derzeit noch unklar.

In der Nacht auf Montag verschwanden angeblich drei junge Geisslein aus dem Tierpark Mühletäli in Starrkirch-Wil. Wurden die Tiere gestohlen oder fielen sie einem Wildtier zum Opfer?

In der öffentlichen Facebook-Gruppe Olten weist Tierpflegerin Kyra Bosshardt in einem Beitrag darauf hin, dass im Wildpark Mühletäli in Starrkirch-Wil in der Nacht auf Montag drei Geisslein gestohlen worden sind. Unter dem geposteten Bild steht der Aufruf: «Von gestern auf heute wurden im Wildpark Mühletäli, Olten, drei Ziegenbabys gestohlen.» Die Geisslein waren wenige Tage alt.

Auf Anfrage hin verweist Kyra Bosshardt auf François Baeriswyl. Er ist Präsident des Wildparkvereins Mühletäli, von dem der Tierpark betrieben wird. Baeriswyl bestätigt: «Es sind tatsächlich drei ganz junge Zwergziegen verschwunden.» Noch sei unklar, ob es sich beim Verschwinden der drei Tiere um einen Diebstahl oder um einen Riss von einem Wildtier handle.

Fotofalle gegen Wildtiere

Wie diese Zeitung aus dem Umfeld des Tierparks weiss, wurden keine Spuren gefunden, die auf eine Einwirkung von Wildtieren hinweisen. Darum wurde bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Beim Eintrag auf Facebook handle es sich um eine Vermutung und nicht um gesicherte Informationen. Der Tierpark hat reagiert und sperrt die Tiere ab sofort über Nacht ein. Mittels einer Fotofalle kann vielleicht geklärt werden, ob sich während der Nacht erneut ein allfälliges Raubtier beim Gehege einfindet. Zusätzlich soll eine Videoüberwachung installiert werden. Luchs und Fuchs kommen als mögliche Raubtiere infrage.

Die Kommentare unter dem Facebook-Eintrag zeugen von grosser Betroffenheit. So schreibt eine Userin: «Hoffe se werde heil gfunde!!!». Ein anderer findet: «Sehr sehr bedenklich so etwas. Das verstehe ich nicht. Das geht zu weit und ist wirklich traurig. Wo führt das noch hin?»

Die Polizei bestätigt den Eingang einer entsprechenden Anzeige gegen Unbekannt. Auf Anfrage sagt Thomas Kummer, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn: «Die Polizei hat den Sachverhalt aufgenommen. Hinweise auf die Täterschaft bestehen aktuell nicht. Weitere Abklärungen sind im Gang. Sollten sich daraus Ermittlungsansätze ergeben, wird die Polizei diesen nachgehen.» Derzeit müsse auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass die Tiere nicht gestohlen, sondern durch ein anderes Tier gerissen und verschleppt wurden.

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