Der vom Stimmvolk im Juni 2016 beschlossene Umbau des Gebäudes an der Konradstrasse 7 zum Haus der Museen läuft planmässig ab; parallel dazu laufen die Vorarbeiten für die neuen Dauerausstellungen des Historischen Museums, des Naturmuseums und das Archäologischen Museums des Kantons Solothurn.

Die Arbeitsvergaben im Baubereich haben ergeben, dass der bewilligte Baukredit von 5,2 Millionen trotz bereits beschlossener Einsparungen um rund 280'000 Franken überschritten würde, wenn die im Projekt vorgesehenen baulichen Veränderungen voll zur Umsetzung kämen.

Nicht tangiert wurde bisher die Reserve von 250'000 Franken oder knapp 5 Prozent der Bausumme, da bei Sanierungsvorhaben dieser Grösse im Laufe des Baufortschritts regelmässig unvorhergesehene Ausgaben anfallen.

Ursachen für die Kostenüberschreitung sind unter anderem Zusatzkosten für die Räumung des Gebäudes und die aufwendige Klimatisierung des Dachgeschosses. «Die Angaben für die Volksabstimmung beruhten im Wesentlichen auf Kosteneinschätzungen», sagt Stadtschreiber Markus Dietler. Und diese seien nicht in jedem Bereich einfach zu quantifizieren.

Keine gravierend negative Auswirkung

Nach Ansicht des Stadtrates wäre eine Kostenüberschreitung im erwähnten Umfang nicht tragbar, nicht nur mit Blick auf die nach wie vor angespannte finanzielle Lage der Stadt Olten, sondern auch in Anbetracht dessen, dass für die Erneuerung des Kunstmuseums ein zweites Projekt im Museumsbereich ansteht. Zwar beträgt die mit dem Verzicht auf den Anbau eingesparte Summe lediglich gut 4 Prozent des bewilligten Baukredits.

Aber: «Der Stadtrat wollte einen Antrag für einen Nachtragskredit ans Gemeindeparlament möglichst vermeiden, zumal noch Investitionen im Bereich des Kunstmuseums warten», wie Dietler präzisiert. Der Verzicht auf den Anbau habe keine gravierend negative Auswirkung auf den Betrieb im Haus der Museen.

Der Anbau, der die Kapazitäten des Eingangsbereichs vergrössert hätte und im Wesentlichen für den Garderobenbereich reserviert war, war mit rund 225'000 Franken veranschlagt worden. Die Garderobe wird nun im verbleibenden Eingangsbereich platziert. (sko/hub)