Hägendorf

Aus budgetiertem Defizit wurde ein Ertragsüberschuss

Hägendorf schloss die Rechnung mit einem Plus von 298'723 Franken ab.

Hägendorf schloss die Rechnung mit einem Plus von 298'723 Franken ab.

Souverän hiess Geschäfte der Gemeindeversammlung einstimmig gut. In der Kasse bleibt ein Gewinn von 298'723 Franken.

Die Gemeindeversammlung in Hägendorf fand unter Berücksichtigung der nötigen Massnahmen statt. So waren die Sitzgelegenheiten in der grossen Mehrzweckhalle im erforderlichen Abstand voneinander aufgestellt. Alle traktandierten Geschäfte wurden von den dreissig anwesenden Stimmberechtigten ohne Diskussion und einstimmig gutgeheissen. Für mehr Diskussionen sorgten unter dem Punkt «Verschiedenes» die Probleme mit dem Littering und den nächtlichen Autorallys im Bahnhofquartier.

Positiver Rechnungsabschluss

Die Jahresrechnung der Einwohnergemeinde 2019 wurde durch Gemeinderat und Finanzvorstand Michel Henzi präsentiert. Sie schloss mit einem Plus von Fr. 298'723 ab. Im Voranschlag hatte man mit einen Aufwandüberschuss von Fr. 350'000 gerechnet. Zwar trafen von den natürlichen Personen gut 300‘000 Franken weniger Steuern als budgetiert ein. Diese Lücke wurde aber zur Hälfte wett gemacht durch höhere Erträge von den juristischen Personen und aus der Quellensteuer. Zudem flossen an Steuern aus früheren Jahren von den natürlichen Personen gut eine halbe Million Franken mehr in die Gemeinekasse. Auf der Ausgabenseite resultierte ebenfalls ein um Fr. 649'000 besseres Ergebnis.

Über zwei Teilrechnungen hatte die Versammlung separat zu befinden. Die Rechnung der Sozialregion Untergäu, welche von Gemeindepräsident Andreas Heller erläutert wurde, erzielte eine Punktlandung. Sie weicht nur 0,03 Prozent vom Voranschlag ab. Vom Gesamtaufwand von 21,5 Mio. Franken übernimmt Hägendorf als grösste der sieben Vertragsgemeinden einen Anteil von gut 4,6 Mio. Franken. Patrick Rossi stellte die Rechnung der Regionalfeuerwehr vor. Sie weist einen Gewinn von Fr. 17'000 auf, wobei vom Fahrzeugpark deutliche mehr abgeschrieben wurde als ursprünglich vorgesehen. Allen Rechnungen samt den Nachtragskrediten stimmte die Versammlung zu.

Batterieweg wird saniert

Der von der Eggbergstrasse abzweigende Batterieweg bedarf einer Erneuerung. Die Wasserleitungen sollen grösstenteils ersetzt und der Strassenbelag neu aufgetragen werden. Das von Bauverwalter Walter Müller vorgestellte Projekt erfordert einen Kredit von Fr. 179'000, der einstimmig gutgeheissen wurde.

Schliesslich informierte Gemeindepräsident Heller über zwei Entscheide, die er wegen «Corona» eigenmächtig  hatte treffen müssen. Um Schäden zu vermeiden, gab er Fr. 175'000 für die Reparatur Wasserleitung am Hagrain frei.

Der kleine Park vor dem Seniorenzentrum (SZU) wurde vorübergehend abgesperrt, um ausschliesslich den Heimbewohnern des SZU zur Verfügung zu stehen. Zu diesem Zweck musste das dortige öffentliche Wegerecht vom Schulhaus her bis zu dem Sommerferien ausgesetzt werden.

Auf Nachfrage aus dem Plenum hin bestätigte Andreas Heller, dass der Werkhof für die monatliche Entsorgung wieder geöffnet ist. Hingegen zeigte sich bei der allgemeinen Aussprache, dass die Probleme punkto Littering, Durchsetzung von Tempo 30 und Parkierregime sowie Nachtlärm durch Partys und durchgeknallte Autofahrer schwierig zu meistern sind. Er nehme die Begehren mit in den Gemeinderat, versicherte Heller.

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