Olten

Auf Thomas A. Müller als Amteiparteipräsident der CVP folgt Peter Kyburz

Parteileitung: von links Bruno Gervasi (Starrkirch-Wil), Daniel Mackuth (Trimbach), Bernadette Rickenbacher (Starrkirch-Wil), Peter Kyburz (Obergösgen), Thomas A. Müller (Lostorf) und Georg Nussbaumer (Hauenstein). Es fehlen Karen Grossmann (Schönenwerd) und Kurt Henzmann (Niedergösgen). hub

Parteileitung: von links Bruno Gervasi (Starrkirch-Wil), Daniel Mackuth (Trimbach), Bernadette Rickenbacher (Starrkirch-Wil), Peter Kyburz (Obergösgen), Thomas A. Müller (Lostorf) und Georg Nussbaumer (Hauenstein). Es fehlen Karen Grossmann (Schönenwerd) und Kurt Henzmann (Niedergösgen). hub

Die CVP Olten-Gösgen hat an ihrer Generalversammlung mit Peter Kyburz einen neuen Präsidenten gewählt. Der will an der bisherigen bewährten Praxis festhalten.

Der Obergösger Peter Kyburz ist neuer Präsident der CVP-Amteipartei. Mit Akklamation wurde er zum Nachfolger des scheidenden Thomas A. Müller gewählt, der nach vierjähriger Amtszeit zurücktrat. Dies sei immer seine Absicht gewesen, so Müller an die Adresse der rund 40 anwesenden Mitglieder der CVP-Familie. Die Zusammenarbeit in der Parteileitung sei stets eine erfreuliche gewesen. In selbiger Weise will auch Peter Kyburz agieren, wie er in seiner kurzen Ansprache verriet. Die regelmässige Kontaktpflege mit Firmen der Amtei, die Arbeit in der Parteileitung und auch die geselligen Zusammenkünfte sollen weiterhin im Jahresparteiprogramm verankert bleiben. Und auch Zusammenrücken ist angesagt: Die Amteipartei beabsichtigt, im Herbst alle gewählten Gemeinderatsmitglieder zu einer ungezwungenen Zusammenkunft einzuladen. Das erweitere die Perspektiven, ermögliche Networking innerhalb eigener Kreise, wie Kyburz verriet.

Ein Rückblick in Minne

Letztmals warf Thomas A. Müller als Hauptverantwortlicher einen Blick zurück auf die Geschicke der Amteipartei: Man sei doch zufrieden, bilanzierte er und meinte damit vorab die Resultate aus den Kantons- und Regierungsratswahlen. Mit sechs erreichten Kantonsratsmandaten habe man die Sitzzahl in der Amtei halten können; keine Selbstverständlichkeit in einer politischen Landschaft, wo Mitteparteien spriessen. Mit besonderer Zufriedenheit aber erwähnte Müller den Umstand, mit dem von Roland Fürst eroberten Regierungsratssitz just diesen erneut in der Amtei zu wissen. Der untere Kantonsteil – im speziellen aber die Amtei Olten-Gösgen – halte drei Mandate in der Regierung und erfahre so besonderes Gewicht, erklärte Müller weiter, der sich überzeugt gab, seinem Nachfolger eine gut aufgestellte Partei übergeben zu können. Als kleiner «Tolggen» im Reinheft, ums in der Schulsprache auszudrücken, erwähnte er dies: Die Amteipartei habe es nicht geschafft, in allen Gemeinden eine CVP-Sektion ins Leben zu rufen beziehungsweise zu erhalten. «Es hat sich gezeigt, dass ein solches Vorhaben nicht von auswärts kommen kann. Es muss vor Ort initiiert werden», so Müller.

«Hochwasservorlage»

Die statutarischen Geschäfte der Generalversammlung passierten reibungslos. Politisch wurde es nebenher dann doch noch, als Georg Nussbaumer den Seinen die Vorlage «Verpflichtungskredit für das Hochwasser- und Revitalisierungsprojekt Aare» vorstellte, ein Geschäft, über welches am 9, Juni im Kanton an der Urne befunden wird. Die Vorlage war unbestritten, auch wenn die Versammlung keine Parole fasste. Immerhin: Das Projekt, getragen von Bund, Kanton und jenen Gemeinden, die direkten Nutzen aus dem Projekt erzielen, schlägt mit rund 30 Mio. Franken zu Buch und umfasst im Wesentlichen zwei Massnahmen: Die Verbreiterung der Aare und der Bau beziehungsweise Erhöhung von Dämmen, wobei erstgenannter Massnahme Priorität eingeräumt wird, weil damit auch eine ökologische Bereicherung der Landschaft einhergeht.

Zum Schluss der Generalversammlung plauderte Ständerat Pirmin Bischof in ungewohnter Weise aus dem Nähkistchen der kleinen Kammer. Keine Reminiszenzen, keine «glatten Gschichtli». Vielmehr gings auszugsweise um ständerätliche Geschäfte, die in der kommenden Session zur Behandlung anstehen. Auch in Sachen Energiewende stehen Beratunge an. Bischof machte keinen Hehl aus der Tatsache, dass er den Ausstieg aus der Kernenergie befürworte. Allerdings wandte er sich dagegen, die Laufzeiten der Werke Gösgen und Leibstadt administrativ zu beschränken. «Solange die Werke sicher betrieben werden können, müssen sie am Netz bleiben», so eine seiner markanten Äusserungen.

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