Ein Tag, der mit einer Spritztour auf der Aare startet, kann ja eigentlich nur gut werden. Das muss sich auch die Kantonspolizei Solothurn gedacht haben, die am Samstag in die Schützi – und aufs Wasser – lud.

Unter dem Titel «alibi’16» gestaltete sie einen Publikumstag, der einen Einblick in die vielfältige Arbeit der Kantonspolizei gewährte. In einer Ausstellung zum Thema Einbruch etwa in die Spurensicherung. Oder eben in die Aufgaben der Sondergruppe Schifffahrt. Wer sich ins Strandbad begab, erhielt die Gelegenheit, in einem Polizeiboot eine Runde auf der Aare zu drehen. Angesichts des herrlichen Wetters liess sich das keiner der zahlreich erschienenen Besucher nehmen.

Dank der interaktiven Natur der Veranstaltung – man konnte ausserdem Fingerabdrücke hinterlassen, Spürhunde streicheln, Radarfotos schiessen – kamen nicht zuletzt die Kinder voll auf ihre Kosten. Polizei zum Anfassen quasi, und genau darin lag das eigentliche Motiv des Anlasses: Denn aus Spargründen war die Stadtpolizei Olten per 1. Januar 2016 in die Kantonspolizei Solothurn überführt worden. Was bei der Oltner Bevölkerung für Unsicherheit gesorgt hatte: Was würde dies für Olten bedeuten? Würde es Sicherheitslücken geben?

Bürgernah dank Segways?

Die Kantonspolizei wolle mit dem Event in Austausch mit der Bevölkerung treten, wie Francesco Mauro von der Kantonspolizei Solothurn sagte. Und damit aufzeigen, dass sie bürgernah und nach wie vor präsent sei. Denn obschon die Stadtpolizei als solche nicht mehr besteht, ist in Olten weiterhin eine Quartierpolizei im Einsatz. An festen Terminen, die allen Oltner Haushalten zugesandt wurden, steht an bestimmten Orten in der Stadt ein sogenanntes Einsatzleitfahrzeug. Ein mobiler Kommandoposten, der als niederschwellige Anlaufstelle für Quartieranliegen diene und vor Ort Prävention, Hilfe und Information biete.

Zudem testet die Kantonspolizei seit Ende April bis Ende Juni den Einsatz von Segways in der Stadt. Auch dies im Sinne einer bevölkerungsnahen Polizei. Die Resonanz der Oltner sei positiv, die Leute empfänden die Gefährte als modern und erfrischend. Auch die Polizisten selbst schätzten diese, da der Kontakt zu den Leuten stattfinde und die schnelle Fortbewegung in der Stadt gegeben sei.

Fahndung mit Polizeihund

Sämtliche Fahrzeuge konnten vor Ort begutachtet und erklettert werden. Auf grosses Interesse stiessen eine inszenierte Festnahme und der Einsatz eines Polizeihundes. Anhand eines Geruchsgegenstandes nahm dieser die Fährte auf, gefolgt von einer Polizistin und viel Publikum. Auch die Ausstellung in der Schützi lockte viele Neugierige an. Sie zeigte auf, welche Aufgaben bei einem Einbruch anfallen: von der Einbruchmeldung in der Alarmzentrale, der Spurensicherung durch den kriminaltechnischen Dienst bis zur Analyse durch die Kriminalanalysestelle.