Was für ein Konzert! Am Samstag feierte die Drum & Percussion Band
RhythmTalk ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Auftritt in der Schützi Olten und bot Freunden, Familie und Fans eine unvergessliche Show.

Die drei Musiker Noby Lehmann, Christoph Blattner und Ruedi Maurer schöpften dabei alles aus ihrer gemeinsamen Bühnenerfahrung.
«Musik ist immer dann am besten, wenn sie frisch gemacht wird – das ist wie das Brot beim Bäcker.» Noby Lehmann und seine Bandkollegen Christoph Blattner und Ruedi Maurer stehen seit 25 Jahren gemeinsam auf der Bühne und begeistern Schlagzeug- und Perkussion-Fans rund um die Welt.

Auch an ihrem Jubiläumskonzert am Samstag in der Schützi Olten übertrafen sie jegliche Erwartungen: In einem rund zweieinhalbstündigen Programm in welches sie speziell für den Anlass ihr gesamtes Instrumente-Repertoire miteingebaut haben, faszinierten die Drei mit ihrem Rhythmus-Talent und versprühten mitreissende Energie.

Kennengelernt im gemeinsamen Übungsraum

An ihrem allerersten Auftritt im Jahre 1993 im Bären Aarburg sah das noch etwas anders aus. «Ich kann mich noch sehr gut an diesen Auftritt erinnern», erzählt Noby Lehmann und lacht, «wir machen nicht unbedingt Mainstream-Musik und waren daher wahnsinnig gespannt, wie wir bei den Leuten ankommen würden.»

Glücklicherweise liege man mit lebendigen Rhythmen selten falsch: «Doch die Begeisterung kam rüber und dann ging es recht schnell ab.» Das war die Bestätigung für die drei Musiker, weiter zu machen. Kennen gelernt haben sich Noby und Christoph durch einen gemeinsamen Übungsraum vor 25 Jahren und holten nach ihrem ersten gemeinsamen Album «Inside-Out» Ruedi Maurer mit ins Boot.

Mittlerweile haben die drei Perkussionisten einige einzigartige Auftritte hinter sich. An einen aber mag sich Noby Lehmann noch besonders gut erinnern: «Du gehst mit deiner Musik nach Amerika, wo du noch nie zuvor warst, und stehst auf einer Bühne vor einem vollen Saal, während Profis zu deiner Musik tanzen…»

Tour durch die USA

Dank Ursula Berger, Tanzpädagogin und künstlerische Leiterin der Oltner Tanztage, entstand eine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Tänzer Faith Jensen Ismay. Fasziniert von der Musik von RhythmTalk, kreierte er eine Choreografie, welche 2007 an den Oltner Tanztagen aufgeführt wurde.

Kurz darauf tourte die Band mit ihm und seinen Tänzern in den USA. «Das erste Konzert in San Diego fuhr damals richtig ein. Aber ich muss hinzufügen, es spielt keine Rolle, ob ich nun hier in der Schützi oder in Amerika spiele – die Freude der Leute ist überall dieselbe.» Auch am Samstagabend hatten Tänzerinnen von Ursula Berger einen Auftritt zu einer Uraufführung der Komposition «Rhythm No. 25 Part 2»: Synthetische Klänge trafen auf Perkussion und kreierten eine futuristische Atmosphäre.

Das Jubiläumskonzert war sozusagen ein rhythmischer Rückblick auf das letzte Vierteljahrhundert, die Erfahrungen und Freundschaften, die in dieser Zeit gemacht wurden. So traten die Musikerfreunde Beat Escher (Violine), Thomas Gröli (Keyboard) und Roland Philipp (Saxofon) als Gäste auf, und es wurden altbekannte Kompositionen gespielt.

Auch nach 25 Jahren noch Freude an der Musik

Durch den Einsatz unterschiedlichster Instrumente, wie zum Beispiel dem Hang oder dem Hackbrett, tauchten die Zuschauer in verschiedenste Klangwelten ein. «Canoe Travel» zum Beispiel, eine sehr kräftige und energiegeladene Komposition aus ihrem ersten Album, nahm die Zuhörer mit auf eine exotische Dschungel-Tour auf den afrikanischen Kontinent.

Auch nach 25 Jahren war den Musikern die Freude an diesem Stück und an live Auftritten von ihren Gesichtern abzulesen und sie schaffen es, nach wie vor, diese Freude ans Publikum zu transportieren. Eine Zuschauerin brachte es auf den Punkt: «Sie waren wie eins mit den Instrumenten – einfach grossartig.»

«Das Musizieren auf der Bühne ist für mich immer noch das Wichtigste. An einem Konzert möchte man eine Zeit erleben, wo man alles drum herum ausblenden und etwas entspannen kann.» Ein Ende ist für die Band daher noch lange nicht in Sicht. «Ich habe noch eine ganze Schublade voll mit Kompositionen», meint Noby Lehmann auf die Frage, ob es mit der Band noch weitergehe, und lächelt, «Je mehr Erfahrung man hat, desto spannender wird es.» Fans und Freunde können sich also noch auf weitere Jahre Rhythm Talk freuen.