Gigathlon
Auch für den Zivilschutz in jeder Hinsicht giga

Der Grossanlass mit Zentralort Olten ist Geschichte. 270 Zivilschützer aus dem ganzen Kanton waren im Einsatz – es war der grösste Zivilschutz-Einsatz im Kanton Solothurn.

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Ein Zivilschützer regelt den Verkehr

Ein Zivilschützer regelt den Verkehr

Zur Verfügung gestellt

«Ab jetzt fahren wir im 24-Stunden-Betrieb. Ein solcher Einsatz ist in dieser Dimension erstmalig für den Kanton Solothurn.» So wandte sich Franco Giori, Kommandant der Regionalen Zivilschutz-Organisation Olten und Gesamteinsatzleiter, letzten Freitagnachmittag hinter der Stadthalle bei der Kommandozentrale zu den zahlreichen Zivilschützern.

Franco Giori.

Franco Giori.

Zur Verfügung gestellt

Diese kamen von überall aus dem Kanton zum Gigathlon-Wochenende. Insgesamt wurden 270 Zivilschützer eingesetzt, rund 1000 Diensttage wurden geleistet, in Olten, aber auch an diversen anderen Orten im Streckengebiet. Im Einsatz standen neben den Oltnern die Regionalen Zivilschutz-Organisationen Thierstein, Zuchwil, Solothurn, Gäu, Mittelgösgen, Schönenwerd, Wasseramt West und Wasseramt Ost und Unterer Hauenstein.

Rund 6000 Teilnehmer nahmen am Wochenende am Gigathlon teil. Der Organisator Swiss Olympic ist für die Durchführung auf Unterstützung angewiesen – unter anderem auf jene der Zivilschützer. Diese halfen mit, bei Verkehrsleitung und Streckensicherung, beim Betrieb des Bikeparks in der Stadthalle wie auch im gesamten Catering-Bereich.

Nur einzelne schwarze Schafe

Die Bilanz des Zivilschutzeinsatzes kann sich laut Giori sehen lassen. Er selbst war von Mittwoch bis Montag insgesamt etwa 86 Stunden im Einsatz. Es sei ein echter Test gewesen, um zu sehen, wie gut die Organisation funktioniert. «Die Planung mit so vielen involvierten Gruppierungen und Organisationen war sehr anspruchsvoll. Alles lässt sich aber nicht planen. Wir mussten auch Flexibilität beweisen», so der Gesamteinsatzleiter. Ein Beispiel: Nach dem Gewitter am Sonntagmorgen waren im Bereich Schötz (Dagmersellen-Rothrist) Strassenabschnitte nicht mehr befahrbar waren. Zur Unterstützung der Feuerwehr mussten einige Leute beim Catering in Olten abgezogen werden. Doch es gab auch Probleme beim 24-Stunden-Betrieb.

Am sehr frühen Samstagmorgen sollte eine Schicht mit Zivilschützern als Streckenposten eingesetzt werden. «Da gab es zu unserer Überraschung einige, die nicht pünktlich zum Dienst erschienen sind. Für die Aufgabenerfüllung der Streckensicherung und Verkehrslenkung war das ein sehr heikler Moment», sagt Giori. In einer «Feuerwehrübung» mussten auch hier Zivilschützer aus dem Catering abgezogen werden. Zusammen mit dem Organisationskomitee konnte die Streckensicherung und Verkehrslenkung in letzter Minute gewährleistet werden. Mit einzelnen Ausnahmen haben aber laut Giori alle den Einsatz ernst genommen und ihren Auftrag gewissenhaft und diszipliniert erfüllt.

Lehren für den Zivilschutz

Bei einem solchen Grossanlass treten aber auch gewisse Defizite ans Tageslicht. So fehlte laut Giori manchmal etwas die Übung in der Führungsarbeit, wo sich nicht alle gewohnt sind, Verantwortung zu übernehmen und ganzheitlich vorauszuplanen. In Zukunft will Giori ausserdem jene Leute, die bei der Verkehrsleitung oder Streckensicherung im Einsatz stehen, im Vorfeld für eine eintägige Zusatzausbildung aufbieten. In diesem Bereich hat Swiss Olympic in Olten zum ersten Mal mit dem Zivilschutz zusammengearbeitet.(mgt)

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