Olten

Atze Black Forest von Wöpplinsberg und andere

«Hab ich das nicht super gemacht? Dafür kannst du mich zum Podest tragen und wieder zurück.»

«Hab ich das nicht super gemacht? Dafür kannst du mich zum Podest tragen und wieder zurück.»

In der Oltner Stadthalle im Kleinholz fand die Weihnachtsausstellung der Retriever statt.

Die von der Gruppe Nord-West-Schweiz des Schweizerischen Retriever Clubs organisierte Hundeausstellung findet heuer bereits zum zwanzigsten Mal statt, kann also einen runden Geburtstag feiern. Von kleinen Anfängen in Schöftland und Wettingen entwickelte sich diese Retriever-Ausstellung im Dezember zum grössten derartigen Anlass in der Schweiz, erklärt OK-Präsident Michael Gruber. Allein am Samstag stellten sich über 300 Vierbeiner den kritischen Augen der Juroren.

Zu den Retrievern zählt man sechs Rassen. Die bekanntesten sind die Golden Retriever – in der Oltner Stadthalle mit 110 Hündinnen und Rüden vertreten – sowie die Labrador Retriever mit 73 Tieren. Ebenfalls mit 110 Exemplaren kam die Gruppe der Flat Coated Retriever, schwarze oder braune Hunde mit einem glatten Haarkleid, nach Olten. Sie unterscheiden sich von den Curly Coated Retriever, deren Körper mit dichten krausen Locken bedeckt ist. Schliesslich sind noch die Chesapeake Bay Retriever und die Nova Scotia Duck Tolling Retriever zu nennen.

Ein Weltjugendsieger in Olten

Die Teilnehmer kommen zum Teil von weit her. Markus Boike reiste von Engen in Baden-Württemberg an. Er brachte zwei Curly Coated Retriever mit, einen braunen Senior, der am Wettbewerb nicht teilnahm, und den fünfjährigen schwarzen Rüden Atze (vollständiger Name Atze Black Forest von Wöpplinsberg), der an der Weltausstellung 2011 in Paris Weltjugendsieger geworden war und in Olten in den Championklasse antrat.

Er gehe mit seinem Hund nicht so oft an Ausstellungen, gestand Markus Boike. Nach Olten komme er aber immer gerne; ungleich als anderswo seien hier immer relativ viele Curly Coated anwesend, sodass er etliche Gleichgesinnte treffen könne.

Aus Gunzgen kam Rainer Sommer in die Stadthalle. Er nahm zum ersten Mal teil, sein Flatcoates-Rüde «Plainfire» ist erst halbjährig. In der Bewertung erhielt das junge Tier die Note vielversprechend und erreichte Rang vier in der Welpenklasse. «Mal schauen, wie er sich entwickelt», meinte Sommer. Den Hund schätze er als treuer Begleiter auf Wanderungen im Jura und als «Eisbrecher»: man finde leicht Kontakt zu andern Leuten.

Ebenfalls aus der näheren Umgebung stammt Barbara Schöni. Die Neuendörfer Malerin hatte seit je her Hunde. Aktuell sind es ein Golden Retriever und zwei Nova Scotia Duck Tolling Retriever, in deren Betreuung sie sich mit ihrem Mann Daniel teilt. Mit dem jüngeren Toller nahm sie heuer zum dritten Mal an der Oltner Ausstellung teil. Der rotfellige Rüde hört auf den Namen Devaki, was in einer Indianersprache «die Dunkle» heissen soll. Barbara Schöni trat mit ihrem zweijährigen Devaki in der offenen Klasse (Ü15 Monate) an. Wie in früheren Jahren erreichte sie die Bestnote und schaffte es auf den zweiten Podestplatz.

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