Die Zuweisungen von Asylsuchenden haben aufgrund der internationalen Lage in den letzten Wochen stark zugenommen; derzeit müssen im Kanton Solothurn wöchentlich rund 30 Asylsuchende neu untergebracht werden. Die bestehenden kantonalen Unterkünfte sind derzeit zu 95% ausgelastet.

Der Kanton Solothurn sieht sich daher gezwungen, auf die als Reserve vorgesehene Gruppenunterkunft ALST im Oltner Gheid zurückzugreifen, wie der Kanton Solothurn und die Stadt Olten am Freitag mitteilen. Über deren Nutzung war mit den Stadtbehörden vor knapp einem Jahr ein Mietvertrag abgeschlossen worden, nachdem sich diese bereit gezeigt hatten, im Dienste von Region und Kanton einen Beitrag zur Linderung der Notlage zu leisten.

Der Bezug der Unterkunft ist nach Vorbereitungsarbeiten in der Anlage und deren Umgebung Anfang September 2015 geplant. Maximal 80 Asylsuchende sollen hier für vorerst maximal ein Jahr Unterschlupf finden; im März 2016 wird eine Neubeurteilung der Situation stattfinden. Erwartet werden, gemäss David Kummer, Abteilungsleiter Amt für soziale Sicherheit, hauptsächlich Männer aus Eritrea. Die Asylsuchenden werden rund um die Uhr von Fachleuten betreut und gehen tagsüber nach Möglichkeit Beschäftigungen nach. (sks)