Olten

Arbeiten an der Holzbrücke starten nicht vor Ende August

Heute vor drei Monaten stand die Holzbrücke in Flammen. Doch ausser dem Einbau eines Notstegs ist in der Zwischenzeit aus Sicht der Passanten nicht viel geschehen.

Mittwoch, 28. März, kurz vor Mittag: Bei der alten Holzbrücke bricht ein Brand aus, Flammen lodern aus dem Bauwerk. Bald einmal wird klar, dass der durch fahrlässigen Umgang mit Raucherwaren ausgelöste Brand das Wahrzeichen Olten stärker in Mitleidenschaft gezogen hat als die Glimmbrände in den früheren Jahren. Bereits eine Woche nach dem Ereignis wird der Notsteg eingebaut, die Brücke für die Passanten wieder eröffnet. Genau drei Monaten sind heute nach dem Brand vergangen, doch seither ist an der Brücke nichts mehr geschehen. Die Arbeiten für die Instandstellung haben noch nicht begonnen.

Flammen am  28. März an der Oltner Holzbrücke – die Videos unserer Leser

Flammen am 28. März an der Oltner Holzbrücke – die Videos unserer Leser

Wie die Stadtkanzlei Mitte Mai mitgeteilt hat, will sie beim Wahrzeichen eine generelle Zustandskontrolle vornehmen, die rund alle 25 Jahre sowieso anfällt und letztmals um die Jahrtausendwende durchgeführt wurde. Das hat auch die Sanierungsarbeiten verzögert. Der Notsteg ist länger in Betrieb als geplant (wir berichteten). Nun heisst es bei Marcel Dirlam von der Baudirektion auf Anfrage, dass die Arbeiten an der Holzbrücke «nicht vor Ende August starten». Der genau Zeitplan stehe aber noch nicht fest, sagt der Ingenieur der Tiefbau-Abteilung.

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In der Zwischenzeit seien diverse Abklärungen gemacht worden. So nahm eine Delegation aus Olten einen Augenschein bei der Kapellbrücke. Nun ist klar, dass die Oltner Holzbrücke, weil sie auch mal für den Fahrzeugverkehr ausgerichtet war, viel aufwendiger gebaut ist mit mehr Balken und Querverstrebungen als das Luzerner Pendant, das nur den Fussgängern standhalten muss. «Dadurch gibt es viel mehr Hohlräume, in die Dreck und Staub eindringen kann, was die Brandgefahr erhöht», sagt Dirlam.

Das hat Folgen: Künftig will die Stadt die Hohlräume ein- bis zweimal pro Jahr reinigen. Das bedingt, dass die Holzkonstruktion angepasst werden soll, um die Zugänglichkeit zu den Hohlräumen zu verbessern. Der bisherige Holzboden soll aber insgesamt so bleiben, also nicht durch einen anderen Überzug wie etwa Teer ergänzt werden, weil sonst das Material anfaulen könnte. Bei der Beleuchtung gibt es indes eine Änderung: Es soll eine neue Standardbeleuchtung mit LED geben sowie zusätzliche Lampen, die bei Anlässen wie Velobörse oder Kunstmarkt eingeschaltet werden können.

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