Die Annonce im neusten «Stadtanzeiger» wirkt für manche fast ein bisschen beunruhigend: «Sperrung des Ruttigerwegs im Teilstück Schützenstrasse bis Hausmattrain», steht da zu lesen. Dauer der Sperrung: vom 11. bis 22 Dezember. Und ferner: «Eine Umleitung wird entsprechend signalisiert.»

Wesentlich beeinträchtigt

Das würde für die Anstösser des fraglichen Abschnitts am Ruttigerweg doch einiges an Komforteinbusse bedeuten. Zumindest die Zufahrt zu den Tiefgaragen wäre versperrt, das Auto müsste entweder in der Garage belassen oder allenfalls auswärts parkiert werden über Nacht. Für die Anwohner am eigentlichen Ende des Ruttigerwegs bedeutete die vermeintliche Sperrung allerdings lediglich, auf halbwegs verschlungenen Wegen in die Stadt zu kommen.

Ein Umweg über Aarburg müsste nicht in Kauf genommen werden. Aber: Nichts wird bekanntlich so heiss gegessen wie publiziert. Also ist leichte Entwarnung angesagt, wie die Nachfrage dieser Zeitung ergab.

Keine Baustelle im Ruttigerweg

Denn: Der Ruttigerweg wird gar nicht gesperrt, wie Urs Kissling, Leiter des städtischen Tiefbauamtes, auf Anfrage erklärt. «Es liess sich in der Zeitungsannonce halt schwer präziser beschreiben», sagt er auf den Hinweis, die Publikation sorge für Irritation für die Bewohner am fraglichen Weg. «Der Weg ist ausschliesslich im Kreuzungsbereich Hausmattrain-Ruttigerweg gesperrt», klärt Kissling auf. Der Ruttigerweg an sich sei bis zum fraglichen Knoten völlig normal befahrbar.

Freie Zufahrt

Deshalb sei auch niemandem, wie zuerst befürchtet, die Zu- und Wegfahrt zur siedlungseigenen Tiefgarage verunmöglicht. Und eine Umleitung ist selbst in diesem neuen Quartier Oltens absolut gegeben und wird auch ausgeschildert sein. Für jene, die aus Richtung Schützenmatt nach Hause kommen wollen, gilt die wohl wenig befahrene Route Hausmattrain-Erlimattstrasse-Ahornallee. Für die andern gilt – logisch – der umgekehrte Weg.

Wermutstropfen: Die Lichtsignalanlage am Hausmattrain Süd, die bislang von den Nutzern des Ruttigerwegs nicht passiert werden musste. Aber Kissling geht davon aus, dass die in der Annonce veranschlagte Zeit von zehn Tagen längstens ausreicht. «Und über den Jahreswechsel wird der Hausmattrain ganz normal befahrbar sein.» Die Anwohner sind übrigens nicht separat über die Einschränkung informiert worden. Man hielt dies für nicht angezeigt, wie das Tiefbauamt erklärt.

Ab Mitte Januar gehts weiter

Sofern die Witterungsbedingungen passen, werden dann ab Mitte Januar die Bauarbeiten am Hausmattrain Süd wieder aufgenommen. Dann wird die andere Fahrspur am Hausmattrain Süd frisch gemacht, die Lichtsignalanlage kommt wieder zum Einsatz. Spätestens ab Weihnachten also gilt für die Nutzer des Ruttigerwegs wieder Normalbetrieb.

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