Olten
«Andaare» wird abgespeckt – um fast drei Viertel des Ursprungsprojekts

Das Projekt «Andaare», das die Attraktivierung des Oltner Aareraums umfasst, geht aareabwärts. Grund: die finanzielle Situation der Stadt. Bis ins Jahr 2016 sollen 6,5 Mio. Franken für «Andaare light» aufgewendet werden.

Von Urs Huber
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Statt «Andaare total» bedeutet die Finanzknappheit der Stadt für den Ländiweg «Andaare light».

Statt «Andaare total» bedeutet die Finanzknappheit der Stadt für den Ländiweg «Andaare light».

bko

Das Projekt damals war gut 25 Mio. Franken schwer und wurde an der Urne vom Souverän (Oktober 2011) so gewollt. «Andaare», die Attraktivierung des Aareraums, umfasste seinerzeit eine grosszügige Aarepromenade dort, wo noch heute der schmale Ländiweg von der Bahnhofterrasse zur Alten Brücke führt, zweitens den Aaresteg als elegante, stützenfreie Spannbetonbrücke für eine attraktive Fussgängerverbindung zwischen Bahnhofterrasse und Amthausquai und drittens ein neues Aarebistro beim Wildsauplatz auf einer hochwassersicheren Bastion als Verweilort für das ganze Jahr mit Innen- und Aussenbewirtung.

Seither ist – wie der Volksmund sagt – «viel Wasser d Aare ab gange». Das zudem der Geldstrom für die Stadt versiegte, ist mittlerweile auch bekannt. Nicht ohne Auswirkungen auf «Andaare».

Stark reduziert

Dies hat den Stadtrat denn auch dazu veranlasst, ein neues, im Originalton «stark reduziertes Projekt» auszuarbeiten, wie in der Investitionsrechnung 2014 nachzulesen ist. Bis ins Jahr 2016 sollen für das abgespeckte Projekt 6,5 Mio. Franken ausgegeben werden.

Dieses beinhaltet im Wesentlichen eine neue Stützmauer mit Bohrpfählen entlang dem Bahnhofquai, die Sanierung der Bahnhofterrasse samt Rampen oder Treppenanlage auf der Südseite sowie eine Sanierung des Ländiweges. Entlang dem Ländiweg soll die Aufenthaltsqualität verbessert und der Zugang zur Aare ermöglicht werden. Die Stützmauer wird in Zusammenarbeit mit dem Kanton realisiert.

Umgesetzt werden soll die abgespeckte Version – sozusagen Andaare light – in zwei Etappen; und zwar wie der Investitionsplan vorsieht, in den Jahren 2015 und 2016. Die Projektierung erfolgt im kommenden Jahr.