Dank ihnen sollen rund zwei Millionen Franken auf dem Ausstellungsgelände und um die MiO herum geflossen sein. Die Messe habe zwar selber kaum Gewinn erzielt, aber: «Die Rechnung sollte aufgehen». Mehr Details will Zettel bei diesem Punkt nicht rausrücken.

Er schwärmt aber vor allem über den «super Start» am Freitag. «Die Aussteller konnten nach eigenen Angaben schon am ersten Tag einiges verkaufen.» Trotzdem soll es nach Zettel nächstes Jahr noch besser werden: «Der Freitag, der auch nächstes Jahr die Messe eröffnen wird, hat noch mehr Potenzial.» Wie er dieses an der MiO 2015 ausschöpfen will, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt aber noch offen.

Besucher-Höhepunkte am Abend
Zu den «guten Tagen» zählte laut Zettel auch der Samstag, zumindest ab 17 Uhr. «Vorher war das Wetter wohl zu schön für die Messe», erklärt er sich den ruhigen Nachmittag. Am Abend aber sei die MiO ein Publikumsmagnet geworden: «Ganze drei Stunden gab es in der Engelberg-, Bifang- und in der Aarauerstrasse keine einzige Lücke.» Auffällig sei auch die grosse Anzahl auswärtiger Besucher gewesen. «Dies haben wir der Werbekampagne zu verdanken, die ich über die Kantonsgrenzen hinweg durchgeführt habe.» Trotz der vielen Besucher aus nah und fern vermeldet die Stadtpolizei Olten keine Gewaltvorfälle. «Es gab lediglich einzelne Sachbeschädigungen», so Ulrich Pfister, stellvertretender Kommandant. Zum Beispiel die mit einem Messer aufgeschnittenen Blachen von vier Ausstellerzelten. «Das war wohl ein dummer Jugendstreich», vermutet Zettel.

Im Gegensatz zu den entwischten Tätern, hatten andere Gesetzesbrecher weniger Glück. Unbekannte hatten – genauso wie letztes Jahr – Sperrmüll in die MiO-Abfallmulde entsorgt. Dieses Mal war es eine Küche, ein Sofa und kleineres Zeug wie Batterien, die eingeworfen wurden. «So verbrachte ich den Samstagmorgen mit Abfallsäcken durchsuchen», so Zettel. Seine Bemühungen zahlten sich glücklicherweise aus. «Die Abfallsünder konnten identifiziert werden. Es handelt sich dabei um vier Anwohner der Aarauerstrasse», sagt der Frühaufsteher, der nach vier Messetagen nun alle fünf Minuten husten muss.

Abfallsäcke an jeder Ecke

Die unzähligen Stunden für die Organisation und Planung des neuen Messe-Gewandes haben sich laut ihm gelohnt. Auf das neue Abfallkonzept ist er besonders stolz: «Viele Besucher und Aussteller lobten die Sauberkeit auf dem Gelände.» Dafür haben während vier Tagen auch insgesamt 30 Leute gesorgt. An fast jeder Ecke gab es zudem einen Abfallsack oder eine Mulde. Nächstes Jahr sollen aber noch grössere Abfallmulden her. «Und wohl ein weiteres WC», so Zettel. Zufrieden ist der Organisator auch mit dem Sonntagsverlauf. «Ab 12 Uhr gab es non-stop viele Leute.»

Bei den Besuchern seien die verschiedenen Showeinlagen einiger Aussteller und bestimmte Attraktionen besonders gut angekommen. «Die Tanzshow sowie die Fitness- und Modeschau auf der Bühne, aber auch die Pilzausstellung und das Kinderparadies waren einige der Highlights der Messe», kann Zettel aufgrund verschiedener Feedbacks sagen. Für solche Höhepunkte werde auch nächstes Jahr gesorgt sein.

Genauso wird im 2015 der Ausstellungs-Montag erhalten bleiben. Im Vergleich zum Wochenende habe es am Montag zwar weniger Besucher, trotzdem lohne es sich, geöffnet zu bleiben. «An diesem Tag besuchen die Messe meist nur die Personen, die sich in Ruhe beraten lassen wollen; vor allem ältere Leute, Familien und junge Mütter», so Zettel. «Sie kommen eben nicht zum Plausch, sondern wissen genau was sie wollen und holen sich an bestimmten Ständen gezielt Infos.» Dies sei auch dieses Jahr im «typischen Ausmass« der Fall gewesen.