Es ist eine Frage, welcher man als Schweizer früher oder später begegnet, jene nach dem Namen für das Innere eines Apfels.

Je nach Kanton oder Region, aus dem der Befragte stammt, fällt die Antwort anders aus: Giegi, Gigetschi oder doch Gürbsi? Hier kommt unser Kantönligeist zu tragen, denn einig werden wir uns Schweizer in dieser Frage wohl nie werden. Schweizer Vielfalt eben.

Während einer fiktiven Schweiz-Rundreise haben dies auch drei junge Frauen aus Deutschland (eigentlich Turnerinnen des STV Hägendorf) erlebt. Zusammen mit ihrem Schweizer Reiseleiter führten sie mit kurzen Sketchen durch die Turnerunterhaltung in Hägendorf.

Da wurde gejodelt, Wein getrunken, am Zermatt-Marathon mitgemacht, auf einem Zeltplatz im Tessin übernachtet und viel gelacht. Auch die Miss Schweiz oder die SBB bekamen während den witzig inszenierten Sketchen ihr Fett weg.

Neue Turnhalle

Rund 170 Turnerinnen und Turner des STV Hägendorf im Alter von sieben bis 70 Jahren zeigten in drei Vorstellungen insgesamt zwölf Reigen. Dies brauchte natürlich auch eine entsprechende Vorbereitung und Planung.

«Die erste Sitzung fand letztes Jahr im Dezember statt», erzählt Connie Hodel, die OK-Chefin der Turnerunterhaltung. «Heuer hatten wir besonders viel zu tun, weil wir zum ersten Mal in der neuen Turnhalle auftreten konnten.»

Gemeint ist damit die Raiffeisen-Arena, die neue Dreifachturnhalle an der Gäustrasse in Richtung Kappel, welche vor knapp zwei Wochen eingeweiht werden konnte. Das Üben und Planen hat sich gelohnt.

Die Hägendörfer Turner zeigten eine abwechslungsreiche und unterhaltende Vorstellung, welche die rund 470 Zuschauerinnen und Zuschauer am Freitagabend mit viel Applaus honorierte.

Für die Vorstellung am Samstagabend konnte mit noch mehr Besuchern gerechnet werden, gab es bis Freitagabend doch bereits 520 Reservationen.

Die Schweiz-Rundreise begann an der Basler Fasnacht, wo das Kids-Gym in blau-roten T-Shirts einen Tanz mit Larven (Masken) und Konfetti zeigte. Sie ging weiter in die Romandie, ins Wallis und an die Tell-Spiele.

An diesen drei Darbietungen waren die drei Jugiabteilungen beteiligt. Anschliessend wurde das Tessin und das Bündnerland, wo die Männer in HCD-Trikots tanzten, besucht. Nicht fehlen durfte die passende Musik: Von älteren Volksliedern, bis hin zu aktuellen Songs aus der Hitparade war alles dabei.

Zürich, Luzern, Hägendorf

Nach der Pause zeigten die grossen Geräteturnerinnen und -turner, was sie alles in ihrem Repertoire haben: Saltos, Flickflacks und Räder wechselten sich ab. Danach folgte die gemischte Aktivriege, welche in Schaffhausen am Rhein die Sonne genoss.

Die Reise ging weiter nach Zürich, wo die Frauenriege einen Country-Line-Dance, in passenden Outfits präsentierte. «Chinatown», respektive Luzern, wurde von den aktiven Männern mit einer Reggae-Inszenierung und fotografierenden Touristen dargestellt.

Der vorletzte Halt fand in Bern statt. Dort tanzen die Damen in Tracht und Edelweiss-Hemd zu «Oh läck du mir» vom Trio Eugster.

Den Abschluss der Reise bildete ein Zwischenstopp im Solothurnischen Hägendorf, wo, laut dem Reiseleiter, ein tolles Fest an besagtem Abend stattfinden sollte. Als letzte Riege waren die Barrenturnerinnen und -turner an der Reihe.

Sie begeisterten das Publikum so, dass sie als erste und einzige Riege am Freitagabend eine Zugabe geben durften.

Und zeigten dabei nicht etwa das Gleiche wie einige Minuten zuvor. Sondern überraschten mit neuer Musik und einer neuen Choreografie. Nachdem der Vorhang nach dem Schlussbild fiel, ertönte «Schönen Gruss, auf Wiedersehn» von der Deutschen Rockband Die Toten Hosen.

So ganz nach dem Motto «Auf Wiedersehn an der nächsten Turnerunterhaltung in zwei Jahren».