Am Mittwoch öffneten sich für unzählige Schülerinnen und Schüler die Türen zur Kantonsschule Olten. Sie starteten mit dem Vorkurs der PH, mit ihren Ausbildungen an der Fachmittelschule oder am Gymnasium. 106 SchülerInnen begannen ihre sechsjährige Ausbildung am Gymnasium – beginnend mit dem Eintritt in das Progymnasium (Sek P).

Am Morgen zeigte sich die Kanti noch eingehüllt in morgendlichen Nebel und grosser Baugerüste gar grau, doch bereits kurze Zeit später zeigte sich der blaue Himmel und alles wirkte einladend. Zum schnell wechselnden Eindruck verhalf sicherlich das interessante und kurzweilige Programm zum Schulstart.

Den Einstieg machte der Konrektor des Progymnasiums Samuel Batzli mit seiner Begrüssungsansprache an die sogenannten Progymeler, wie sich die neuen Schülerinnen und Schüler nun nennen dürfen. Er verschwieg den Ernst des neuen Schullebens nicht. Ein Vergleich mit Roger Federer, der mit cleveren und seriösen Vorbereitungen den 8. Wimbledon-Sieg im Tennis gewann, verdeutlichte die Wichtigkeit von Durchhaltewillen, Fleiss und auch einer Prise Glück auf dem gewählten Schulweg.

Das Ziel für die neu Eintretenden sei das Bestehen der Matur in sechs Jahren. Ihre Lehrkräfte würden sie in dieser Zeit begleiten, beraten und bei Problemen zur Seite stehen.

Im Anschluss an seine Rede gingen die Schülerinnen und Schüler klassenweise mit den ihnen bereits bekannten Klassenlehrkräften in die Schulzimmer und erhielten Informationen zum Leben in und um die Kanti. Danach traf man sich dann zum gemeinsamen Singanlass mit den Schülerinnen und Schülern der zweiten Sek P in der Music Hall. Das offerierte Mittagessen mit Bratwurst vom Grill konnte dank der sommerlichen Temperaturen draussen auf dem Vorplatz stattfinden.

Der Nachmittag diente dazu, sich innerhalb der Klassen besser kennen zu lernen, aber auch der besseren Orientierung im und um das Schulhaus, welches durch die laufenden Bauarbeiten für alle eine Herausforderung darstellt und die Bewegungsmöglichkeiten auf dem Gelände ausserhalb des Gebäudes einschränken. Trotzdem zeigte sich wieder einmal mehr, dass es die Menschen sind, die einen Ort freundlich machen.

Sechs Progymeler erzählen

Sven Button (1aP) ist 13 Jahre alt und sein erster Eindruck von der Kanti ist zwar positiv, doch findet er es enttäuschend, dass es keinen Pausenplatz gibt und alles eine Baustelle ist. Er will in seiner Schulzeit alles geben, um später verschiedene berufliche Möglichkeiten zu haben. Insbesondere in Französisch möchte er besser lernen und auch Fortschritte in Englisch und Mathe machen. Er freut sich auf den Unterricht, insbesondere in Latein, während ihm Mathe eher Angst macht.

Noemi Kämpf (1aP) ist 12 Jahre alt und hätte die riesige Kanti gerne auch vor der Baustellenzeit gekannt. Wie auch andere Progymeler hat sie schon viele andere ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler kennen gelernt. Ihr Ziel ist es, die Kanti zu schaffen, nicht repetieren zu müssen und später zu studieren. Sie freut sich auf die Fächer Englisch und Sport und weniger aufs Zeichnen. Auch möchte sie ihre Französischkenntnisse verbessern. Sie wünscht sich von den Lehrkräften, dass sie die Klasse im Griff haben..

Alena Fazli (1bP), ebenfalls 12 Jahre alt, weiss schon lange, dass sie ans Gymnasium und später studieren möchte, vielleicht Medizin. Sie hat sich vorgenommen, mehr zu lernen, und freut sich auf die Fächer W+T, BiG/Zeichnen und die Sprachen, weniger auf das Fach Sport. Auch wenn sie noch fast keinen in der Klasse kennt, freut sie sich auf das grosse Schulhaus und findet schon jetzt ihre Klasse gut. Sie wünscht sich Lehrkräfte, die die Schülerinnen und Schüler gut behandeln und unterstützen.

Yanick Leuenberger (1cP) ist 13 Jahre alt und freut sich bereits jetzt auf die Zeit nach dem Umbau. Er hat sich für den gymnasialen Weg entschieden, um später eine grosse Auswahl an Berufen zu haben und eventuell Architekt zu werden. Er möchte in den Sprachfächern besser werden und mehr lernen. Dazu zählen für ihn auch das Aufpassen im Unterricht und das Erledigen von Hausaufgaben. Mathe gehört zwar nicht zu seinen Lieblingsfächern, doch auch hier möchte er sich verbessern. Er wünscht sich Lehrkräfte, die ihn beim Sprachunterricht unterstützen. Er freut sich auf das Fach W+T, aber weniger auf Deutsch.

Viviane Hof (1dP) ist 12 Jahre alt und auch sie vermisst bereits jetzt einen richtigen Pausenplatz. Anders als die Primarschule sei das Kanti-Schulhaus viel grösser. Sie kennt bereits ein paar andere Schülerinnen und Schüler an der Kanti, ist aber auch interessiert daran, neue Leute kennen zu lernen. Während sie früher Lehrerin werden wollte, kann sie sich jetzt vorstellen, etwas mit Informatik zu machen. Ihr Ziel ist es, die Kanti zu schaffen, in den Sprachfächern besser zu werden und weiterhin gute Noten zu haben. Sie wünscht sich auf diesem Weg Lehrkräfte, die Prüfungen nicht gehäuft, sondern gut verteilt einplanen und die Klasse im Griff haben. Da sie gerne zeichnet, freut sie sich nebst W+T auf dieses Fach. Sport mag sie dagegen eher nicht.

Loris Baumgartner (1eP) ist 13 Jahre alt und empfindet das Kanti-Gebäude eher dunkel und kalt, aber insgesamt okay. Sein Ziel: mit genügend Durchhaltewillen die Kanti schaffen, um später eine grosse Berufsauswahl zu haben oder studieren zu können. Er will gut lernen, möchte von dem Unterricht an der Kanti profitieren und freut sich auf W+T und Sport – auf Französisch weniger. Er wünscht sich Lehrkräfte, die ihn unterstützen und ihm sagen, was man besser machen kann. Er erwartet eine coole Zeit an der Kanti.