Kienberg

Alte Gipsfabrik muss neuem Gebäude Platz machen

Die alte Gipsfabrik im Kienberger Oberdorf war einst das Wahrzeichen der Gemeinde. Jetzt wird es abgerissen. An seine Stelle bauen die Eigner ein Ausstellungs- und Demonstrationsgebäude für Baumaschinen.

Jahrzehntelang hat sie das Dorfbild von Kienberg geprägt und bis in die 1970er-Jahre hinein Menschen Arbeit geboten, die Gipsfabrik im Kienberger Oberdorf (siehe Kasten). Nun wird sie abgerissen. Urs Wanger und Sohn Marvin, die 2006 die Unirespo GmbH, ein Familienunternehmen, gegründet hatten, haben das 7832 m2 umfassende Gelände im vorigen Jahr gekauft; zuvor war die Firma in der alten Parkettfabrik in der aargauischen Nachbargemeinde Wittnau

einquartiert.

Ziel des Unternehmens, welches als Generalimporteur für Baumaschinen wie Kettenbagger, Walzen oder Gabelstapler aus China operiert, sei es, auf dem einzigen Industriegelände im Oberdorf ein Ausstellungs- und Demonstrationsgebäude für diese Baumaschinen aufzustellen; eine Industriebaute, welche neben den Fahrzeugen auch Platz für ein Ersatzteillager bieten soll.

Sanieren oder abreissen?

Ein deutsches Unternehmen habe ihnen das Gelände verkauft, die Gemeinde habe daran aber Auflagen geknüpft, so Vater und Sohn Wanger. So hätten sie entweder die Gebäulichkeiten sanieren oder sie aber abreissen müssen; dies deshalb, weil einige Gebäudeteile einsturzgefährdet seien. «Nachdem wir beide Varianten durchgerechnet hatten, haben wir uns für einen kompletten Rückbau entschieden», so Marvin Wanger. Dieser werde das Unternehmen «wohl einige 100000 Franken kosten».

Vater und Sohn Wanger nehmen den Abriss in Eigenregie vor; schon im letzten Jahr haben sie damit begonnen, und bis Januar 2014 wollen sie damit fertig sein. Bis dahin dürfte sich auch konkretisieren, wie der Industriebau später einmal aussehen soll. Parallel dazu gleisen Vater Urs Wanger, gelernter Maschinenschlosser, und Sohn Marvin – er hat Wirtschaftswissenschaften studiert – den Import der Baumaschinen aus China weiter auf. Bereits nächste Woche werden sie Interessenten auf dem Gelände der alten Gipsfabrik die Liugong-Maschinen – Liugong sei, so Marvin Wanger, «der weltgrösste Hersteller von Radladern» – präsentieren.

«Froh, dass etwas geht»

Kienbergs Gemeindepräsident Christian Schneider erklärt auf Anfrage, der Gemeinderat sei «sehr froh, dass in der Sache etwas geht». Es sei «ein Glücksfall», dass sich nun jemand der Sache annehme und das Gebäude abreisse.

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