Der Energieversorger Alpiq hat, wie er in einer Medienmitteilung festhält, «die Vorschläge des Bundesrats zur Revision der Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung zur Kenntnis genommen».

Der Bundesrat hat entschieden, dass künftig die Betreibergesellschaften von Atomkraftwerken höhere Beiträge in die Stilllegungsfonds einzahlen müssen. – Dies im Sinne der Herstellung der Kostenwahrheit auf dem Strommarkt. Neu werden sich damit die Rückbaukosten und die Kosten der Atommülllagerung in den Stromkosten niederschlagen.

Die Alpiq kündigt an, sie werde sich im Rahmen der Vernehmlassung detailliert zu dieser Frage äussern. Indessen sei sie grundsätzlich der Meinung, dass sich das bisherige Beitragssystem mit den regelmässigen Anpassungen der Kostenberechnungen – letztmals 2011 für die Periode 2012 bis 2016 – bewährt habe.

Zu diesem Schluss sei in seiner Überprüfung der Kostenstudien auch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi gekommen.

Die Alpiq weist in ihrem Communiqué auf die beträchtlichen finanziellen Auswirkungen eines festen Unsicherheitszuschlags hin. «Nach einer ersten Einschätzung», so die Alpiq, «würden sich Mehrkosten aus Beteiligungen in die Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt von jährlich rund 15 Mio. Franken pro Jahr ergeben.» (otr)