Ab und an ein Schmunzeln, ein wohlgemeinter Rat und damit hatte sich die Diskussion zu den Investitionen bereits.

Die 43 anwesenden Stimmberechtigten, welche den Weg in den Gemeindesaal auf sich genommen hatten, genehmigten einen neuen Belag für den Sportplatz, sanitäre Anlagen im Mehrzweckgebäude, eine Strassensanierung und die Erweiterung von Urnengräbern, insgesamt 350 000 Franken.

Auch die Behandlung des Budgets dauerte nicht lange, sodass auch mal ein Witzchen Platz hatte. Denn der umtriebige Gemeindeverwalter Hansjörg Steiner machte sich Gedanken zur Bevölkerungspyramide von Gunzgen und forderte die anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger augenzwinkernd auf, dafür zu sorgen, dass es auch in Zukunft genügend Kinder gibt in Gunzgen.

Doch es gab auch weniger erfreuliche Worte zu hören. So seien gut 85 Prozent der Ausgaben fremdbestimmt. Doch Gunzgen geht es finanziell gut, auch wenn die Abhängigkeit von einer juristischen Person frappant ist.

Falls der Steuerertrag dieses Unternehmens ausfallen würde, wäre eine Anhebung der Steuern um etwa 5 Prozent unerlässlich. So sieht Steiners Fazit denn auch positiv aus: «Wenn wir weiterhin auf unser Kässeli schauen, dann fallen wir nicht auf den Rücken, auch wenn wir im nächsten Jahr etwas investieren.»

Die soziale Wohlfahrt gibt der Gemeinde weiterhin etwas zu denken. Vor fünf Jahren lag der Aufwand für diesen Ausgabeposten noch bei rund einem Drittel der heutigen Aufwendungen.

Erfreuliches ist aber vom Finanzausgleich zu vermelden, von dem Gunzgen profitiert. Der Gemeindeverwalter sprach von zirka drei bis fünf Steuerprozentpunkten, die man dadurch spare.

Auf Fragen verzichtete der Souverän im Anschluss und stimmte dem Budget, wiederum einstimmig, zu. Auch in Sachen Steuern folgte der Souverän dem Gemeinderat und beliess den Steuerfuss bei 108 Prozent.

Nach den Sachgeschäften war dann noch genug Zeit, um Ehrungen vorzunehmen. So wurden Werner Berger und Rosmarie Marbet für 30 Jahre im Dienste der Gemeinde geehrt, Ehrung ebenso für Silvia Röthlisberger, welche als Abwartin der Aufbahrungshalle zurücktrat.

Cheyenne Probst wird diese Stelle besetzen. Der Neujahrsapéro wird um 17 Uhr stattfinden. Schliesslich wolle man den Gunzger Landammann Roland Fürst gebührend feiern, wie Hans Rudolf Krähenbühl zum Schluss ausführte.