Im Zuge der Abstimmung vom März vergangenen Jahres über die generelle Einführung von Tempo 30 auf Gemeindestrassen in Hägendorf hatte der Gemeinderat auf den Umstand hingewiesen, unabhängig vom Abstimmungsresultat gewisse Verkehrsmassnahmen einzuleiten. Sie sind nun in diesen Tagen signaltechnisch ungesetzt worden: Sie betreffen die Ausdehnung des Wohnstrassenbereichs im Oberdorf, genau den westlichen Strassenabschnitt des Kirchwegs ab Verzweigung Allerheiligenstrasse-Kirchweg bis zur Verzweigung Kirchweg-Nellenweg.

Um einen gewissen Fluchtverkehr während der Hauptverkehrszeiten durchs Quartier zu verunmöglichen, ist zudem der Nellenweg ab Verzweigung Nellenacker lediglich noch für Zubringerdienste geöffnet. Die Massnahme habe sich aufgedrängt, nachdem ein massiver Fluchtverkehr ab der Oltnerstrasse festzustellen war, so Walter Müller, Bereichsleiter Bau, auf Anfrage.

Bahnhofsquartier beruhigen

Neu zur Tempo 30-Zone umsignalisiert wurden die Zubringerstrassen zum Bahnhof. «Vor allem die lange Gerade, die am Bahnhof vorbeiführt, ist häufig massiv zu schnell passiert worden», so Müller weiter. Dies hätten Messungen gezeigt.

Und schliesslich wurde am Bahnhof auch ein neues Parkregime umgesetzt. Die Parkzeit wurde dort auf 24 Stunden begrenzt. «Es kam häufig vor, dass Ferienreisende ihren Wagen beim Bahnhof abstellten und dann eine Woche oder noch länger wegfuhren», sagt Müller. Das könne nicht Sinn des Parkplatzangebots dort sein. Diskutiert habe man im Gemeinderat auch eine zeitlich noch engere Begrenzung, etwa auf 12 Stunden. Aber das hätte Nutzer, die ihren Wagen dort parkieren und mit der Bahn weiter zur Arbeit fahren, arg eingeschränkt. "Das hätte ihnen, speziell bei längeren Arbeitszeiten oder einem etwas längeren Arbeitsweg verunmöglicht, dort zu parkieren», sagt Müller.