Olten
Ab Montag gilt in der Oltner Innenstadt ein neues Verkehrsregime

Tempo 20- und Tempo 30-Zonen werden ab 8. Juli in der Oltner Innenstadt wirksam. Die Stadtpolizei begleitet aktiv die herausforderungsreiche Einführung.

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Die Kirchgasse wurde diese Woche feierlich eröffnet. Die Neugestaltung ist Teil des neuen Regimes.

Die Kirchgasse wurde diese Woche feierlich eröffnet. Die Neugestaltung ist Teil des neuen Regimes.

HR.Aeschbacher

Mit der Neugestaltung der Kirchgasse beginnt ab kommendem Montag, 8. Juli 2013, in der Oltner Innenstadt ein neues Verkehrsregime. Mit der komplett neuen Signalisierung und der Änderung des Verkehrsflusses wird dieses für alle Verkehrsteilnehmenden eine grosse Herausforderung darstellen. Dies schreibt die Stadtkanzlei in ihrer Medienmitteilung.

Im Zentrum des neuen Verkehrsregimes stehen die Kirchgasse und die innere Baslerstrasse im Abschnitt zwischen Mühlegasse und Konradstrasse. Diese sind künftig für den Langsamverkehr – zu Fuss Gehende und Velofahrende – reserviert und werden daher für den motorisierten Verkehr gesperrt. Davon ausgenommen ist der Güterumschlag in der Zeit von 7 bis 11.30 Uhr. Und auch die Busse der Linie 3 werden ab kommenden Montag wieder durch die innere Baslerstrasse fahren. In dieser Zone gilt Höchstgeschwindigkeit 20 km/h und Vortrittsrecht der zu Fuss Gehenden.

Diese beiden Regeln gelten auch für die Begegnungszone in der näheren Umgebung der Langsamverkehrszone: in der Konradstrasse, der Hammerallee, der Dornacherstrasse zwischen Capitol und Stadthaus, der Ringstrasse zwischen Capitol und Hammer, der Römerstrasse (an deren Ende übrigens künftig der Rechtsvortritt gegenüber der Baslerstrasse gelten wird), der Mühlegasse und einem Teil der Solothurnerstrasse.

So sieht das neue Verkehrsregime in der Oltner Innenstadt aus. Grün: Begegnungszone Blau: Tempo-30-Zone

So sieht das neue Verkehrsregime in der Oltner Innenstadt aus. Grün: Begegnungszone Blau: Tempo-30-Zone

Zur Verfügung gestellt

Das Signal «Begegnungszone» bedeutet im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung nicht, dass es sich um eine Fussgängerzone handelt: In der Begegnungszone dürfen alle Verkehrsteilnehmer, auch Motorfahrzeuge, verkehren. Vortritt hat indessen, wer zu Fuss geht. Die zu Fuss Gehenden dürfen dabei die ganze Verkehrsfläche benutzen, die Fahrzeuge aber nicht unnötig behindern. Auch hier gilt der Rechtsvortritt.

Höchstgeschwindigkeit ist Tempo 20. Und es gibt keine Fussgängerstreifen; die Fussgängerinnen und Fussgänger dürfen die Strasse überall queren. Parkieren ist nur an gekennzeichneten Stellen erlaubt und an allen andern Stellen verboten.

Als dritte Massnahme wird im Bereich der Schützenmatte, der Leberngasse und der Stationsstrasse die Tempo-30-Zone eingeführt. Im Gegensatz zur Begegnungszone haben in der Tempo-30-Zone die Fahrzeuge Vortritt. Die zu Fuss Gehenden dürfen aber die Strasse überall queren und es gilt der Rechtsvortritt.

Mit der Sperrung der Hübelistrasse Süd zwischen Leberngasse und Konradstrasse für den motorisierten Verkehr wird zudem verhindert, dass die enge Hübelistrasse zur Schleichroute wird.

Aufgrund der zahlreichen Änderungen begleitet die Stadtpolizei die Einführung des neuen Verkehrsregimes aktiv und führt verschiedene Aufklärungs- und Sensibilisierungsaktionen durch.

Am Schalter der Stadtpolizei und beim Empfangsschalter des Stadthauses liegt zudem die Gratisbroschüre «Tempo-30-Zonen und Begegnungszonen» des Verkehrs-Clubs der Schweiz auf. (sko/otr)