«Es war eine wunderbare Zeit, die ich nicht missen möchte, aber ich werde gleichwohl nicht wehmütig», gibt sich Klosterbruder Werner Gallati gelassen. Der achte und letzten Adventsmarkt im Klostergarten steht bevor.

So wie ihm geht es den meisten Beteiligten, die schon beim ersten Adventsmarkt dabei waren. Es schwingt ein leiser Stolz mit, Teil davon gewesen zu sein. «Für mich bedeutete der Adventsmarkt auch grossen Aufwand, den ich allerdings gerne auf mich nahm», so die einzige Frau im OK, Marie Theres Engeler.

Sich um die Ausstellerinnen und Aussteller sowie um das Rahmenprogramm zu kümmern und die Bestellung der Ausstellerchalets zu organisieren, gehörte etwa zu ihren Aufgaben. Die Chalets sind auch der Grund, weshalb der Adventsmarkt im Klostergarten ein abruptes Ende findet.

Die Holzchalets wurden nämlich bereits anderweitig vermietet. «Dies obwohl wir bereits anfangs 2016 die Anfrage platzierten, die Chalets auch im 2017 fürs zweite Adventswochenende zu reservieren», so Marie Theres Engeler ein wenig enttäuscht.

Als der Schnee kam

Ein zentraler Bestandteil des Adventsmarktes: Alle Personen, die beim Auf- und Abbau halfen. «Mir tut es ein wenig weh, dass ich die Chalets das letzte Mal aufzustellen habe», so der bauverantwortliche Fridolin Fleischli. «Es wird nächstes Jahr sicherlich etwas fehlen», bläst Guido Beck, einer von 20 involvierten Zivilschützern, ins selbe Horn.

Er ist einer der wenigen unter ihnen, die seit dem ersten Adventsmarkt mit von der Partie sind. «Die Zusammenarbeit hier war stets angenehm. Ausserdem war es schön, zu sehen, dass die geleistete Arbeit vielen Leuten grosse Freude bereitete», so Beck weiter.

Apropos Freude: Dazu weiss Fridolin Fleischli noch eine Anekdote: «Beim 5. Adventsmarkt 2013 begann es, kurz nachdem wir die letzte Girlande montiert hatten, zu schneien. Das war ein beeindruckendes und mein schönstes Erlebnis im Zusammenhang mit dem Anlass.» − «Für mich gehörte das Rahmenprogramm zu den schönsten Erlebnissen», so Werner Gallati.

Die Anlässe des Rahmenprogramms in der Klosterkirche fanden stets vor meist vollen Rängen statt. Es verwundert daher nicht, dass es nicht an Protagonistinnen und Protagonisten mangelte. «Es meldeten sich jedes Jahr so viele Vereine. Ich konnte nie alle berücksichtigen», erzählt Marie Theres Engeler. «Wichtig war stets, dass jung und alt diese Plattform nutzen konnten», führt sie aus.

Das letzte Mal geniessen

«Für uns Kapuziner waren natürlich die Begegnungen mit Menschen auch immer etwas vom Schönsten», so Werner Gallati. Das sei auch ein Mitgrund gewesen, im Sommer 2018 als Nachfolge des Adventsmarktes ein Klostergartenfest durchzuführen.

Das eine − also der Adventsmarkt − findet zwar sein Ende, etwas anderes stösst aber nach. Das Klostergartenfest werde nicht ganz so viele Ressourcen benötigen, wie es der Adventsmarkt getan habe.

Aber auch beim Klostergartenfest werden wiederum unzählige freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht sein. Daran habe es beim Adventsmarkt nie gefehlt, weiss Marie Theres Engeler. Einige meldeten sich Jahr für Jahr freiwillig, um wieder mithelfen zu können.

Die Vorfreude auf den letzten Adventsmarkt im Klostergarten ist gross, Jetzt sei es an der Zeit, den letzten Anlass dieser Art zu geniessen, so Gallati. Und zwar mit folgendem Gedanken im Hinterkopf: «Es war eine schöne Zeit!»