Olten

Ab April können auch Passanten die WC-Anlagen benützen – acht Gastro-Betriebe machen mit

Nette Toilette wird auch in Olten eingeführt. (Archiv)

Nette Toilette wird auch in Olten eingeführt. (Archiv)

In der Stadt Olten werden künftig Restaurants ihre Toiletten auch für Nicht-Besucher zur Verfügung stellen. Die Gastro-Betriebe erhalten dafür jährlich 1000 Franken vom Stadtrat.

Wer in der Stadt Olten unterwegs war und ein dringendes Bedürfnis hatte, musste bisher eine der öffentlichen WC-Anlagen aufsuchen oder auf die Kulanz der geöffneten Gastro-Betriebe hoffen, dass diese auch einem nicht konsumierenden Passanten die eigenen Anlagen zur Verfügung stellten. Das soll sich ab Anfang April ändern: Voraussichtlich auf diesen Termin hin will die Stadt Olten das Konzept «Nette Toilette» auf Anregung des Gastroverbands Region Olten & Niederamt einführen, wie die Stadtkanzlei mitteilt.

Acht Betriebe hätten sich bereit erklärt, ihre WC-Anlagen auch nicht konsumierenden Passanten zur Verfügung zu stellen und die entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Betriebe erhalten dafür eine jährliche Abgeltung von 1000 Franken. Der Stadtrat erhofft sich dadurch ein «positives Signal» gegenüber der hiesigen Gastronomie und sieht ein Vermarktungspotenzial für die Stadt. Schliesslich stehen dann mehr WC-Anlagen auf Stadtgebiet für Passanten zur Verfügung. Die Einführung von «Nette Toilette» sei in den vergangenen zwei Jahren im Stadtrat immer wieder ein Thema gewesen, sagt Baudirektor Thomas Marbet auf Anfrage.


Trotz «Netter Toilette», das im Jahr 2000 in Baden-Württemberg entstanden ist, wird die Stadt Olten weiterhin öffentliche WC-Anlagen unterhalten. Einzig die Toilettenanlage beim Munzingerplatz soll geschlossen werden. Das dort befindliche Pissoir, das 24 Stunden zugänglich ist, bleibt vorerst geöffnet. Dies, «um ungewollte Verschmutzungen, die noch mehr Aufwand verursachen würden als die Bewirtschaftung des Pissoirs, zu vermeiden», wie es in der Mitteilung heisst. Auch die weiteren sieben Anlagen auf dem Stadtgebiet sollen aus dem gleichen Grund weiterhin geöffnet sein.

Mit den Abgeltungen für die Gastro-Betriebe entstehen der Stadt Mehrkosten von jährlich 8000 Franken. Trotzdem soll die Einführung des Konzepts «mehr oder weniger kostenneutral» ausfallen, wie Stadtschreiber Markus Dietler auf Anfrage schreibt. Dies, weil Kosten beim Material und bei den Schliessungsleistungen wegfallen.

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