Aare Energie
Die Strompreise in der Region Olten steigen fürs Jahr 2022 bis zu 1,5 Prozent

Weil die Beschaffungskosten für Strom und Gas steigen, steigen im Einzugsgebiet der Aare Energie auch die Preise für die Endkunden. Beim Strom um bis zu 1,5 Prozent, beim Gas ist es noch unklar.

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Anlage am Oltner Ruttigerweg der Aare Energie AG.

Anlage am Oltner Ruttigerweg der Aare Energie AG.

Bruno Kissling

Nach der letztjährigen Preissenkung um rund 1 Prozent erfolgt für das Jahr 2022 für einen durchschnittlichen Haushalt «eine leichte Erhöhung» um ca. 1 bis 1,5 Prozent, schreibt die Aare Energie AG in einer Mitteilung. Kundinnen und Kunden, die selber Solarstrom produzierten, erhielten künftig etwas mehr für ihre Energie vergütet und könnten zusätzlich den ökologischen Mehrwert weiterhin an die Aare Energie AG verkaufen, wie die Firma weiter schreibt.

Der Strompreis setze sich aus den Komponenten Energielieferung, Netznutzung und Abgaben zusammen. Während die Netznutzungstarife und die Abgaben für 2022 unverändert bleiben würden, müssten die Preise für die Energielieferung aufgrund gestiegener Beschaffungskosten erhöht werden, heisst es in der Mitteilung. Beim 100 Prozent erneuerbaren StandardStrom und beim AareStrom plus entspricht dies einer Erhöhung von rund 3 Prozent, beim GrauStrom von 5 Prozent. Auf den gesamten Strompreis entspricht dies einer Erhöhung von 1 bis 1,5 Prozent oder ca. 15 Franken für einen durchschnittlichen Haushalt pro Jahr.

Die Strompreise hätten im laufenden Jahr deutlich zugelegt. Dank mehrjähriger Beschaffungsstrategie der Aare Energie profitierten die Kundinnen und Kunden nochmals von vergleichsweise stabilen Preisen. «Eine Verteuerung in Zukunft ist jedoch absehbar», schreibt das Energieunternehmen. Grund für die gestiegenen Strompreise am Markt seien höhere CO2-Preise und teurere Primärenergien, etwa Gas und Kohle. Aufgrund Letzterem werde die Aare Energie ihre Gaspreise per 1. Oktober 2021 ebenfalls nach oben anpassen müssen. Wie hoch die Anpassung ausfällt, ist gemäss Geschäftsleiter Beat Erne noch nicht entschieden. Die Gaspreiserhöhung werde jedoch «deutlich» ausfallen, dies unter anderem wegen noch nicht wieder gefüllten Gasspeichern nach dem letzten lange andauernden Winter und sehr hoher Nachfrage in Asien. (otr)

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