30 Millionen Franken kostet das neue Betriebsgebäude, das die Aare Energie AG in Olten bauen möchte, um dort Verwaltung, Werkhöfe und Aussenlager zusammenzuführen. Das erste Baugesuch hat sie vor 6 Jahren eingereicht. Bagger sind bis heute keine aufgefahren.  

Das Solothurner Verwaltungsgericht musste sich zweimal mit dem Bauvorhaben beschäftigen. Unter anderem ging es um den Gewässerabstand zum Flüsschen Dünnern.

Der Abstand zur Dünnern sei zu gering, kritisierte das Gericht 2012 laut dem «Regionaljournal Aargau/Solothurn» von Radio SRF und hob die von der Stadt Olten erteilte Baubewilligung auf. Die Aare Energie AG musste über die Bücher. Sie zeichnete die Pläne neu und verschob das ursprünglich geplante Gebäude um 15 Meter.

Weil diese Änderungen mit kleineren Parkplätzen und einer grösseren Einstellhalle zusammenhängen muss die AG alle Bauarbeiten, die sie bereits 2011 vergeben hat, neu ausschreiben. Das berichtet das Regionaljournal.

Die nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts erfolgten Planänderungen seien zu gross, erklärt der Geschäftsleitungs-Vorsitzende Norbert Caspar. Deshalb müsse das Verfahren wiederholt werden.

Caspar bringt dies nicht in Rage. Er scheint sich mit der Situation arrangiert zu haben. Intern werde das Projekt «Eile mit Weile» genannt, verrät er dem Sender. Caspar hofft, Ende 2018 oder Anfang 2019 ins neue Gebäude einziehen zu können. (jos)