«Das ist das beste Schulhaus von allen», so klingt es einhellig aus einer Gruppe von 5.-Klässlern, welche seit kurzem im neu gebauten Primarschulhaus unterrichtet werden.

Lea, Lenka, Emri, Annalisa und wie sie alle heissen steht die Freude über ihr neues Schulzuhause ins Gesicht geschrieben. Auch Cris aus der dritten Klasse ist sehr zufrieden mit dem neuen Schulhaus: «Es ist echt toll und schön hier.»

Freude für Lernende und Lehrende

Nicht nur die Kinder zeigen sich erfreut, auch Anton Ulrich, Lehrer, ist vom Neubau begeistert. «Für die Kinder ist es ein anderes Lernen», weiss Ulrich und ergänzt, dass gerade die grosszügigen Fensterfronten den Raum mit Licht durchfluten und es somit angenehmer sei für die Kinder.

Man merke auch, dass die Buben und Mädchen die neue Schulumgebung schätzen.

Auffällig ist das grosse Atrium. Dort sind rundherum die Garderoben der Kinder angebracht, der Raum in der Mitte bleibt frei. In die kreisrunde Kuppel, durch welche Tageslicht in den Pausenraum gelangt, ist eine Zeitkapsel eingelassen.

Darin befinden sich allerlei zeitgenössische Gegenstände, die die Klassen ausgewählt haben. Mit dem Ziel, dass in tausend Jahren jemand das Kästchen ausgraben und Einblick ins Leben von Schulkindern im 21. Jahrhundert nehmen kann.

Sechs Schulzimmer mit 76 Quadratmeter Fläche sind im Gebäude untergebracht. Zwischen zwei Schulzimmern ist jeweils ein Gruppenarbeitszimmer vorhanden, um für gewisse Lernformen genügend Platz zu schaffen.

Das Gebäude ist zusätzlich unterkellert worden, was am Anfang zu einem Politikum wurde, erklärt Patrick Ritter, Vizegemeindepräsident und Mitglied der Spezialkommission für den Schulhausneubau.

Im Keller sind, neben den Technikräumen, noch grosse Flächen leer. «Hier kann etwa das Militär Material lagern, oder auch einen Essraum einrichten», sagt Ritter. Dies sei wichtig, weil früher das Militär oftmals den Mehrzweckraum der Gemeinde besetzt habe und somit den Dorfvereinen im Weg war.

Dies sei nun gelöst, denn schliesslich sei das Militär ein gern gesehener Gast, der einen gewichtigen Beitrag zu gesunden Gemeindefinanzen leistet.

Für das Wachstum gewappnet

Knapp acht Millionen kostete der Neubau, der mit dem Umbau des bestehenden Schulraums für drei Millionen ergänzt wird. Das Umbauprojekt wird im Juli 2017 abgeschlossen sein, sodass die Primarschule ab dem Schuljahr 2017/2018 in Kappel komplett neue Räumlichkeiten zur Verfügung hat.

Ein neues Büro haben auch die Schulleiterin Therese Chrétien und die Schulverwaltung. «Das ist eine deutliche Verbesserung der Situation. Vorher war die Verwaltung im Gemeindehaus und ich hatte mein Büro im dritten Stock des alten Schulhauses», sagt Chrétien.

Die Schulverwalterin Arzu von Arb fühlt sich noch etwas ausgestellt in ihrem neuen Büro. «Am Anfang klopften immer alle Kinder an die Fenster, doch das hat sich nun bereits etwas beruhigt», lacht sie.

Die Gemeinde Kappel sieht in Zukunft einem Bevölkerungswachstum entgegen, doch mit dem Neu- und Umbau sei manlaut Ritter in der Lage, die Kinder zu unterrichten. Ein weiteres Schulhaus sei nicht vonnöten, auch wenn die Gemeinde 4000 Einwohner zählen würde.