Olten
70 Haushalte werden mit Strom vom Werkhofdach versorgt

Die zweite grosse Photovoltaikanlage der Städtischen Betriebe Olten ist nun am Netz und versorgt 70 Haushalte mit Strom.

Drucken
Teilen
Die neue Photovoltaik-Anlage der sbo auf dem Werkhofdach ist in Betrieb.

Die neue Photovoltaik-Anlage der sbo auf dem Werkhofdach ist in Betrieb.

zvg

Nach einer Planungs- und Montagezeit von nur drei Monaten konnten Ende März 2016 die Städtischen Betriebe Olten (sbo) die neue 230-kWp-Photovoltaikanlage auf dem Dach des Werkhofes in Betrieb nehmen (kWp = Kilowatt-Peak). Es ist nach der Ende 2014 in Betrieb genommenen Anlage auf dem Dach des Eisstadions Kleinholz bereits die zweite grössere Anlage der sbo.

Insgesamt wurden 886 Module auf einer Dachfläche von 1485 m2 montiert. Die jährlich erwartete Stromproduktion von 212 000 Kilowattstunden vermag den Bedarf von etwa 70 Haushaltungen zu decken. Möglich gemacht hat diese Anlage die Zusammenarbeit zwischen den sbo und der Baudirektion der Stadt Olten, indem ein langfristiger Dachnutzungsvertrag abgeschlossen wurde. Sowohl die netzseitigen als auch die gebäulichen Voraussetzungen sind ideal, sodass der Anschluss ans Niederspannungsnetz ohne zusätzliche Netzverstärkung erfolgen konnte und die technischen Einrichtungen in einen bestehenden Raum integriert werden konnten. In der Evaluationsphase ebenfalls einbezogen war das Dach des Feuerwehrmagazins, welches sich jedoch von seiner Konstruktion und Beschaffenheit her als nicht geeignet erwies.

Die Anlage wird ab Inbetriebnahme von der Kostendeckenden Einspeisevergütung profitieren. Aber auch darüber hinaus sei dieses Projekt sowohl für die sbo als auch für die Stadt Olten eine Win-win-Situation bestätigen Beat Erne von der sbo und Adrian Balz von der Baudirektion: Die sbo können ihr Solarportfolio innerhalb der Stadt erweitern, und die Stadt Olten kann dieses Projekt im Rahmen des Energiestadt-Labels geltend machen.

Bereits zwischen 1989 und 2010 produzierten die sbo auf dem Dach ihres ehemaligen Werkhofes Solarstrom. Es handelte sich um eine neun Kilowatt-Anlage der ersten Stunde, welche über 22 Jahre in Betrieb war und insgesamt 136 000 Kilowattstunden Strom produzierte. Sie wurde damals altershalber sowie aufgrund des Abbruchs des Werkhof-Gebäudes demontiert. (mgt)

Aktuelle Nachrichten