Fulenbach
60 Jahre Erfahrung verloren – würdige Nachfolger gefunden

30. Delegiertenversammlung des Regionalvereins Olten Gösgen Gäu ging mit einem weinenden und einem lachenden Auge über die Bühne. Gleich 60 Jahre Erfahrungen in den Gemeindepräsidien sind zu ersetzen.

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Verabschiedet: von links Hugo Kissling, Christoph Kunz, Daniel Thommen, Markus von Arx und Karl Tanner; rechts Martin Wey.

Verabschiedet: von links Hugo Kissling, Christoph Kunz, Daniel Thommen, Markus von Arx und Karl Tanner; rechts Martin Wey.

Zur Verfügung gestellt

Präsident Martin Wey begrüsste die zahlreichen Delegierten und anwesenden Gemeindepräsidentinnen und - präsidenten herzlich zur denkwürdigen 30. Delegiertenversammlung in Fulenbach. Auf einen Schlag verliert der Regionalvereins Olten Gösgen Gäu (OGG) durch den Wechsel im Vorstand 60 Jahre Erfahrung in den Gemeindepräsidien.

Mit Hugo Kissling, Fulenbach scheidet ein Urgestein aus dem OGG aus. Seit über zwanzig Jahren gehörte er dem Vorstand an und führte das anspruchsvolle Ressort Oltech (Sozialwerkstatt der Gemeinden) nachhaltig und mit dem nötigen Augenmass.

Mit zwölf Jahren Einsitz im Vorstand verliert der OGG auch den ehemaligen Gemeindepräsidenten von Erlinsbach, Markus von Arx und denjenigen von Starrkirch-Wil, Daniel Thommen, beide zwei verdiente und wichtige Mitglieder im Vorstand.

Nach acht Jahren geht auch Mister ÖQV (Ökoqualitäts-Verordnung), Karl Tanner, ehemaliger Gemeindepräsident von Trimbach und Bindeglied zur Wirtschaft und Wirtschaftsförderung, Christoph Kunz, ehemaliger Ammann von Obergösgen.

Die Arbeit der Kollegen wurde mit einem grossen Applaus und einem Dankeschön-Präsent verdankt. Nicht vergessen ging ein weiterer treuer Begleiter: Der ständige Gast, Bernard Staub, Chef Amt für Raumplanung, welcher schon zu Beginn des OGG an den Sitzungen teilnimmt und nun auf Ende Jahr pensioniert wird. Mit ihm fand immer eine konstruktive und informative Zusammenarbeit zum und mit dem Kanton statt. Auch ihm zollte die Delegiertenversammlung grossen Respekt für die verlässliche Zusammenarbeit.

Würdige Nachfolger

Auch wenn der Verlust gross ist: Die Delegierten durften würdige Nachfolger küren: Martin Wey stellt den Delegierten nebst den beiden bisherigen Vorstandsmitglieder, Johanna Bartholdi, Egerkingen und Peter Hodel, Schönenwerd, Stephan Berchthold, Gemeindepräsident von Hauenstein-Ifenthal, Georges Gehriger, Gemeindepräsident von Stüsslingen, Georg Lindemann, Gemeindepräsident von Wolfwil und Fabian Gloor, Gemeindepräsident von Oensingen sowie Martin Bühler, Gemeindepräsident Trimbach zur Wahl, welche allesamt mit einem grossen Applaus für die Periode 2018 bis 2020 gewählt wurden. Damit ist sichergestellt, dass wiederum vernetzte und engagierte Ammänner mit dem Geschäftsführer, Rechtsanwalt Meier Michel, die Geschicke des OGG lenken. Wiedergewählt wurde auch der Präsident Martin Wey.

Im Rahmen der statutarischen Geschäfte führte Martin Wey durch den Jahresbericht 2017, welcher einstimmig angenommen wurde. Für die Jahresrechnung 2017 übernahm Felix Haefeli das Zepter und schwang es gekonnt durch die Zahlen der Jahresrechnung 2017. Der ausgeglichene Haushalt hat es dem OGG erlaubt, seine Aufgaben konzentriert und nachhaltig wahrzunehmen. Gleiches galt auch für das Budget 2018, wo im Rahmen der bewusst begrenzten Mittel die zentralen Anliegen der OGG-Gemeinden umgesetzt werden können, was auch die Genehmigung der bisherigen Mitgliederbeiträge ermöglichte.

Als besonderen Gast durften die Delegierten Regierungsrätin Brigit Wyss begrüssen, welche die Grussbotschaft der Regierung überbrachte und kurz die vielfältigen Aufgaben ihres Volkswirtschaftsdepartements anschnitt. Sie hob die konstruktive Zusammenarbeit mit den Gemeinden hervor und bestätigte dem Raum Olten-Gösgen-Gäu ein hohes Wachstum, auch im schweizweiten Vergleich. Als besonders lobenswert hat sie das Engagement des OGG für die landwirtschaftliche Ökologie herausgestrichen. Mit grossem Applaus für die Regierungsrätin ging mit der 30. Delegiertenversammlung gleichermassen eine Ära zu Ende, wobei mit der Wahl der neuen und jungen Vorstandsmitglieder eine neue angebrochen ist, um sich den künftigen Herausforderungen der Gemeinden zu stellen. (RAM)

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