Olten
5000 Personen feiern 200 Jahre Oltner Schulfest

Vor 200 Jahren fand erstes Schulfest statt – dieses Jubiläum wollen Schulen am 2. Juli auf der Bifangmatte feiern.

Fabian Muster
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Weil die Schützenmatte zur gleichen Zeit besetzt ist, wird der Festakt zum Jubiläumsanlass 200 Jahre Schulfest mit rund 4000 bis 5000 Personen auf der Bifangmatte stattfinden.

Weil die Schützenmatte zur gleichen Zeit besetzt ist, wird der Festakt zum Jubiläumsanlass 200 Jahre Schulfest mit rund 4000 bis 5000 Personen auf der Bifangmatte stattfinden.

BRUNO KISSLING

Die Oltner Schulen haben dieses Jahr ein Jubiläum, das sie eigentlich gar nicht feiern können: Vor 200 Jahren gab es 1816 das erste Schulfest in Olten. Weil es sich eingebürgert hat, dass die Oltner Schulfeste nur noch im Zweijahresrhythmus in den ungeraden Jahren stattfinden – das letzte 2015 –, könnte der runde Geburtstag dieses Jahr gar nicht gefeiert werden.

Von den Schulen kam aber bald einmal der Input, dass es zumindest etwas Kleines wie eine Ausstellung geben müsste. In der Bildungsdirektion ist die Idee dann zu einem veritablen Jubiläumsanlass ausgewachsen, bei dem Kindergarten, Primarschule, Sekundarschule und Musikschule mitmachen. «Wir wollten etwas Einfacheres als das traditionelle Schulfest, aber gleich Würdiges durchführen», sagt der Oltner Gesamtschulleiter Ueli Kleiner.

Abgewandelter Sternmarsch

Der Festakt steigt nun am Samstagnachmittag, 2. Juli, auf der grossen Matte hinter dem Bifangschulhaus. Derzeit wird noch ein hochkarätiger Festredner mit Bezug zu Olten gesucht. Die rund 1400 Schulkinder sollen auf dem grossen Areal farblich je nach Schulhaus gekleidet sein und mit Liedern zum Anlass beitragen. Auch die Jugendmusik und die Band Frozen Crocodiles spielen auf. «Unsere Schulen sollen sich möglichst bunt zeigen», sagt Kleiner dazu.

Nach dem offiziellen Teil gibt es einen Sternmarsch, allerdings im Vergleich zum Schulfest in abgewandelter Form: Die Schüler marschieren mit ihren Angehörigen, Lehrern und Behörden zu den fünf Schulhäusern Bannfeld, Bifang, Frohheim, Hübeli und Säli, wo danach jeweils ein schulinternes Begegnungsfest steigen soll. Gegen Abend wird in jedem Schulhaus der vom Oltner Peter Bolliger produzierte Dokumentarfilm zum letztjährigen Schulfest gezeigt.

Die Umzugsrouten zu den fünf Schulhäusern ausgehend von der Bifangmatte: Bannfeld (gelb), Frohheim (rot), Hübeli (blau), Bifang (violett) und Säli (grün).

Die Umzugsrouten zu den fünf Schulhäusern ausgehend von der Bifangmatte: Bannfeld (gelb), Frohheim (rot), Hübeli (blau), Bifang (violett) und Säli (grün).

Wyss Ronny

Schützenmatte bereits besetzt

Dass das rechte Aareufer zum Handkuss für den grossen Festakt kommt, hat terminliche Gründe: Die Schützenmatte, das traditionelle Festareal des Schulfests, ist zu dieser Zeit bereits mit dem Zirkus Knie belegt. Das zeigt, dass die Organisation rund um den Gesamtschulleiter Kleiner und Musikschulleiterin Sandra Rupp Fischer erst in den letzten Wochen so richtig Fahrt aufgenommen hat:

Das provisorische Programm am 2. Juli

16 Uhr: Beginn des offiziellen Festakts auf der Bifangmatte mit Begrüssung durch Gesamtschulleiter Ueli Kleiner und Stadtpräsident Martin Wey sowie einem Festredner mit Bezug zu Olten

16.40 Uhr: Sternmarsch der Schüler mit den Angehörigen, Lehrern und Behörden zu den fünf Schulhäusern Bannfeld, Bifang, Frohheim, Hübeli und Säli

Anschliessend schulinternes Begegnungsfest bei jedem Schulhaus mit Premiere des vom Oltner Peter Bolliger produzierten Dokumentarfilms zum letztjährigen Schulfest

«Wir wollen, dass die Schüler beim Fest im Mittelpunkt stehen», sagt Stadtpräsident Martin Wey. Der Jubiläumsanlass soll dem ursprünglichen Festzweck von 1816 nachempfunden werden: Die Schule zeige sich der Öffentlichkeit und so komme gleichzeitig der Stolz der Stadt auf die Schule zum Ausdruck, hiess es damals.

Bis 5000 Personen erwartet

Der einstündige Festakt auf der Bifangmatte wird auch schulexternes Publikum anziehen, doch eine grosse Festbewirtschaftung – wie beim Schulfest in der Schützenmatte üblich – wird es nicht geben. Die Stadt geht davon aus, dass sich auf der Bifangmatte rund 4000 bis 5000 Personen einfinden werden.

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