Olten SüdWest
420 Wohnungen sind im Oktober 2015 bezugsbereit - trotz nasser Witterung

Nach knapp zweimonatiger Bauzeit sind die Arbeiten auf dem Gelände Olten SüdWest trotz ungünstigen Wetters auf Kurs. Künftig werden auf der Baustelle mehr als ein Dutzend Krane die Szenerie prägen.

Urs Huber
Drucken
Teilen
Die Sole, die Auflage aus Magerbeton, dient als Basis für die Fundamente und ist in weiten Bereichen des Baugeländes bereits aufgebracht.

Die Sole, die Auflage aus Magerbeton, dient als Basis für die Fundamente und ist in weiten Bereichen des Baugeländes bereits aufgebracht.

Kurt Schibler

Seit Mitte Ende Juni bewegen sich auf dem Gelände Olten SüdWest die Baumaschinen. Und deren Arbeitsergebnis kann sich sehen lassen. Auf der gut 16'000 Quadratmeter grossen Baufläche sollen, so Bauherr Leopold Bachmann, bis Anfang Oktober nächsten Jahres 420 Mietwohnungen zum Bezug bereitstehen. «Eine ambitionierte Zielsetzung», sagt der mittlerweile 81-Jährige.

Zumal der Juli ein, wie alle wissen, nasser Monat war, was Bauarbeiten meist verzögert oder zumindest nicht einfacher macht. «Es kommt uns entgegen, dass auf dem aktuellen Baufeld 4 mehrheitlich kiesiger Untergrund vorkommt, der weniger empfindlich ist als der lehmhaltige Teil, wo sich die Nässe eher hält», sagt Bachmann. In 10 bis 14 Tagen, so der Bauherr, wird der heute sichtbare Magerbeton auf der ganzen Baufläche aufgebracht sein und als Untergrund für die Fundamente dienen. «Es ist natürlich immer wetterabhängig, mal auf zwei Tage ohne Niederschlag sollte man schon zählen können.» Aber man sei absolut im Zeitplan.

Beton – beinhart

Am meisten Zeit allerdings haben bislang die Abbrucharbeiten in Anspruch genommen. «Also der vormalige Besitzer, die Holcim, hat für ihre Infrastruktur exzellenten Beton verwendet», scherzt der Bauherr. Zu den Abbrucharbeiten gesellten sich auch solche rund um sich im Boden befindliche Altlasten. «Wir arbeiten eng mit der Firma Ecosens AG in Wallisellen zusammen», sagt Bachmann. Bodenanalysen, die Triage des kontaminierten Erdreichs beziehungsweise die Form der Entsorgung nahmen beim Rückbau viel Energie in Anspruch.

Noch vor Herbstbeginn werden die Keller- und Garagenwände hochgezogen und die Decke betoniert. Gemäss Angaben werden für diese Arbeiten insgesamt 4 Baumeister vor Ort sein. «12 und mehr Kräne werden die Baustelle bestücken, die in Höhe und Wirkungsradius aufeinander abgestimmt sein müssen», wie Leopold Bachmann erklärt. Natürlich hofft der Bauherr auf einen günstigen Winter. Das wisse man halt nie. Würden die Temperaturen zu tief fallen oder ständig Schnee liegen, verzögere dies das Fortschreiten der Bauentwicklung durchaus.

Armierungen müssten dann permanent davon befreit werden, was aufwendig und zeitraubend sei. «Aber ich habe auch schon Winter erlebt, in denen überhaupt kein Arbeitsunterbuch erfolgte», so Bachmann, der den oft gehörten Vorhalt, seine Wohnungen würden zu hellhörig ausfallen, umgehend dementiert. «Auch hier haben wir uns an Vorschriften zu halten», sagt er. Vorschriften übrigens, die ständig optimiert würden. «Was vor 20 Jahren noch als Standard galt, ist heute längst überholt, und um eine Mehrfaches optimiert.»

Aktuelle Nachrichten