Kantonsspital Olten
250 Millionen wurden bewilligt, 249,74 Millionen ausgegeben

Nach über 20-jähriger Planungs- und Realisierungszeit legt das kantonalen Hochbauamt die definitive Bauabrechnung für den Um- und Ausbau des Kantonsspitals Olten vor; sie schliesst mit Ausgaben von netto 249,74 Mio. Franken ab.

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Es ist vollbracht: 22 Jahre nach der Kreditbewilligung im Kantonsrat hat der Regierungsrat die Bauabrechnung für das Kantonsspital Olten genehmigt.

Es ist vollbracht: 22 Jahre nach der Kreditbewilligung im Kantonsrat hat der Regierungsrat die Bauabrechnung für das Kantonsspital Olten genehmigt.

HR.Aeschbacher

Damit wurde der bewilligte Kredit von 250 Mio. Franken fast punktgenau eingehalten. Der Regierungsrat hat diese Bauabrechnung an seiner Sitzung von gestern Dienstag genehmigt.

Mehrkosten von 3,6 Mio. kompensiert

«Das Ergebnis dieser Punktlandung ist umso erfreulicher, wenn man die Kostenentwicklung der letzten 20 Jahre betrachtet», schreibt das Hochbauamt in seiner Medienmitteilung. In diesen langen Zeitraum fiel unter anderem der Wechsel von der Warenumsatzsteuer zur Mehrwertsteuer, welche von anfänglichen 6,5 Prozent bis auf aktuelle 8 Prozent gestiegen ist. Dies habe, zusammen mit der Bauteuerung der letzten 20 Jahre, kreditbezogene Mehrkosten von rund 3,6 Mio. Franken verursacht. «Diese teuerungsbedingten Mehrkosten konnten durch günstige Arbeitsvergaben und eine konsequente Kreditbewirtschaftung des Generalplaners und der zuständigen Baukommission innerhalb der Kreditlimite kompensiert werden», schreibt das Hochbauamt.

Im Mai 1992 bewilligte der Kantonsrat einen Rahmenkredit von 254,6 Mio. Franken. Mit dem Sparpaket 94 plafonierte die Regierung zwei Jahre später den Kredit für den Um- und Ausbau des Kantonsspitals auf 250 Mio. Franken.

Fünf Neubauten

Das Bauvorhaben wurde in zwei Etappen geplant beziehungsweise realisiert und erstreckte sich über einen Zeitraum von gut 20 Jahren. Auf dem Spitalareal wurden fünf Neubauten erstellt, vier bestehende Gebäude umgebaut und die Umgebung angepasst.

Im Jahr 2000 konnten der Behandlungstrakt E, das Bettenhaus D und die geschützte Operationsstelle dem Betrieb übergeben werden. Danach musste für die 2. Etappe eine grössere Planungsanpassung infolge neuer Normen und Bedürfnisse vorgenommen werden. Dies führte zu einer zeitlichen Verzögerung, bis das zweite Bettenhaus A und der zweite Behandlungstrakt B erstellt werden konnten.

Der zuletzt realisierte Behandlungstrakt mit dem markanten Haupteingang wurde im August 2012 der Solothurner Spitäler AG zum Betrieb übergeben. Zum Abschluss des grossen Bauvorhabens wurden das nicht mehr benötigte Infektionsgebäude abgebrochen und beim Ambulatorium Gebäude F ein neuer Eingangsbereich angebaut.

Im Jahr 2014 konnten die Provisorien zurückgebaut und die Umgebungsarbeiten fertiggestellt werden. (sks)