Er hatte Donald Trump, Leonardo DiCaprio oder Lady Gaga vor der Linse. Kein Wunder, war die Kulturszene aus dem Häuschen, als der Oltner Marco Grob, der seit Jahren in New York zuhause ist, in seinem Heimatstädtchen im August 2017 das erste International Photo Festival organisiert hatte. Stars aus der Szene wie Phil Toledano oder Nick Ut konnte Grob nach Olten lotsen.

Nachdem die zweite Auflage in diesem Jahr nicht zustande kam – Grob hatte wegen bereits gefasster Aufträge keine Zeit –, soll es nun im nächsten Jahr klappen: Über die Festtage liessen die Organisatoren rund um den Oltner Fotografen die Homepage aktualisieren, was sofort in den sozialen Medien geteilt wurde. Zudem schalteten sie ein ganzseitiges Inserat im neu lancierten Stadt- und Kulturmagazin «Kolt» zum geplanten dreitägigen Festival Ende August. Wiederum sollen «dem Publikum einmalige Einblicke in das Schaffen der international tätigen Crème de la Crème der Fotografiekultur» ermöglicht werden, heisst es auf der Homepage des Photo Festivals. Das Programm werde erneut hochkarätig. «Alle Keynote Speaker haben eine internationale Reputation und arbeiten für weltweit renommierte Kunden und Verlagshäuser.»

Allerdings gibt es noch einen Vorbehalt, wie Grob, der derzeit in Olten weilt, auf Anfrage erklärt: «Bislang hat noch kein einziger der Keynote Speaker zugesagt.» Und solange es keine solchen gebe, werde auch das Photo Festival nicht stattfinden, macht er klar. Grob kann seinen Ärger nicht verstecken, dass seine Leute bereits die Meldung von der Neuauflage verbreiten, obwohl das genau Programm noch nicht feststeht. Das Einzige, was Grob auf Nachfrage schon verraten hat: Es ist eine exklusive Ausstellung der World Press Photo geplant – jener gemeinnützigen Organisation, welche jährlich den nach eigenen Angaben grössten Wettbewerb für Pressefotografie veranstaltet. Diese soll im Kunstmuseum stattfinden, wo bereits bei der Erstauflage eine Pop-up-Ausstellung durchgeführt wurde.