Düsseldorf
12-Jährige und seine Mutter sagen nicht vor Gericht aus

Am Mittwoch wurden vor dem Landgericht Düsseldorf ein Polizist, der gegen den Buben-Peiniger Werner C. ermittelte, und ein Psychiater befragt – wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der 12-Jährige sagte nicht aus.

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Zweiter Tag des Missbrauchs-Prozesses in Düsseldorf.

Zweiter Tag des Missbrauchs-Prozesses in Düsseldorf.

Auch an Tag 2 der Verhandlung gegen den Peiniger des 12-jährigen Jungen aus dem Kanton Solothurn wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. «Bei der Anhörung kommen persönliche Umstände des Angeklagten zur Sprache. Deshalb wird auch zu diesen Umständen nicht öffentlich verhandelt werden.» Das sagt Elisabeth Stöve, Pressesprecherin des Landgerichts gegenüber TeleM1.

Es wurden ein Polizist, der gegen Werner C. ermittelte, und ein Psychiater befragt. Der Junge selbst und seine Mutter sagten nicht vor Gericht aus. Laut dem Anwalt wäre eine Reise nach Düsseldorf mit zu vielen negativen Erinnerungen behaftet.

Werner C. wird vorgeworfen, den 12-Jährigen einem Dorf im Kanton Solothurn sexuell missbraucht zu haben. Er hatte den Knaben im Sommer zu sich nach Düsseldorf geholt und sich in seiner Dachwohnung mindestens 15-mal an ihm vergangen.

Sein bisheriger Arbeitgeber Rheinbahn sieht wegen des Prozesses offenbar keinen Grund, C. zu entlassen. Ob er je wieder in der Küche des regionalen Verkehrsbetriebes stehen wird, ist aber unklar. C. drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Am Freitag wird noch einmal vor Gericht verhandelt. Das Urteil wird öffentlich verkündet. (ldu)

(7.12.2016)