Vertrag läuft bald aus
Wer führt die offene Jugendarbeit in Trimbach weiter?

Der Leistungsvertrag mit dem Verein läuft Ende Jahr aus – die Suche nach einem neuen Träger ist im Gang.

Gabriela Strähl
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Die Jugendarbeiter David Bieli und Carolin Glosauer im «chillout» beim Mühlemattschulhaus in Trimbach, wo die wöchentlichen Treffs stattfinden.

Die Jugendarbeiter David Bieli und Carolin Glosauer im «chillout» beim Mühlemattschulhaus in Trimbach, wo die wöchentlichen Treffs stattfinden.

Bruno Kissling

Für das Jahr 2017 ist die Trimbacher Jugendkommission gefordert: Der Leistungsvertrag mit dem Verein Infoklick.ch, der für drei Jahre die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Trimbach (OKJAT) organisierte, läuft per Ende Jahr aus. Erneuert werden kann der Vertrag nicht, da es sich um ein auf drei Jahre befristetes Aufbauprojekt des Trägervereins handelt. Aktuell läuft also die Suche nach einem neuen Träger. Verschiedene Vorschläge liegen vor, welche die Jugendkommission in den Sommerferien überprüft. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen soll die Jugendkommission unter Präsident Dominik Hess einen Vorschlag vorlegen. So können die nötigen Finanzen in der Ausarbeitung des Budgets 2017 berücksichtigt werden.

Gutes Zeugnis für Jugendarbeit

Dass die Jugendarbeit weitergeführt werden soll, ist laut Hess sowie Gemeindepräsident Karl Tanner unbestritten. «Man merkt, dass sich in der Gemeinde etwas getan hat», so Tanner. «Ich freue mich über die Tätigkeiten der Jugendarbeit, beispielsweise die Anlaufstelle am Mühleweg 11 und dass das ‹chillout› wieder geöffnet wurde.» Rahmenbedingungen für den neuen Trägerverein habe es vonseiten der Behörden keine gegeben. «Billiger wird es wohl nicht, aber hoffentlich auch nicht teurer», so Tanner lachend. Wichtig sei, dass die Jugendarbeiter weiterhin nicht über die Gemeinde angestellt werden, sondern über den Trägerverein. So soll zusätzlicher Aufwand für die Gemeinde vermieden werden.

Dominik Hess ist derselben Meinung. Zudem sei bei einem externen Träger die Personalauswahl und -betreuung in fachkundigen Händen. Er stellt den beiden Jugendarbeitern David Bieli und Carolin Glosauer ein gutes Zeugnis aus: «Wir sind mit den aktuellen Jugendarbeitern sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit mit ihnen klappt gut.» So viel wie möglich soll weiter bestehen können wie bisher.

Diverse Projekte aufgegleist

Tatsächlich konnten die Jugendarbeiter Bieli und Glosauer einiges aufbauen. Bieli ist von Anfang an dabei, Glosauer seit einem Jahr. Dazu gehören Projekte wie das «Gartenkind», wo Kinder im Garten vom Familienzentrum FamiTri am Mühleweg 11 Beete bepflanzen, pflegen und ernten können. Auch das Projekt «Laureus Street Soccer», wo Kinder und Jugendliche in den Herbst- und Frühlingsferien Fussball spielen können, erfreut sich grosser Beliebtheit. Weiter fand im Mai ein Spieltag in Zusammenarbeit mit dem Verein Mondopoly statt. In Zusammenarbeit mit der Schule läuft das Ideenbüro «Pling», in welchem ältere Schüler andere Kinder bei Ideen und Problemen beraten.

Beziehungsarbeit ist wichtig

Betreffend der Zukunft der Trimbacher Jugendarbeit hängt noch vieles vom zukünftigen Träger ab. Carolin Glosauer wird Ende Jahr aus persönlichen Gründen aufhören. David Bieli, der parallel an der FHNW Soziale Arbeit studiert, möchte seine Stelle wenn möglich behalten.

Auf jeden Fall sollen die Projekte weitergeführt werden, «sonst wären die letzten drei Jahre praktisch für nichts gewesen», so Bieli. Doch beiden ist klar, was sie sich für die Zukunft der Jugendarbeit in Trimbach wünschen. «Die Akzeptanz für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen von der Politik und der Gemeinde soll weiterhin gefördert werden», so die beiden. Auch die Partizipation von Kindern und Jugendlichen müsse berücksichtigt werden, «das funktioniert, wie wir gelernt haben, am besten.» Und während dem ganzen Gespräch ist spürbar, mit wie viel Herzblut sich die beiden in ihre Arbeit eingeben.

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