Olten

«Weck mich auf, wenn es vorbei ist»

Die besten Kauffrauen (von links): Melissa Ammann aus Balsthal, Clientis Bank im Thal, Balsthal; Denise Probst aus Mümliswil, Amtschreiberei Thal-Gäu, Balsthal; Malaika Benmehdia aus Winznau, Leoni Studer AG, Däniken; Raffaela Hug aus Wangen bei Olten, Einwohnergemeinde Starrkirch-Wil; Elena Späti aus Heinrichswil, Login Berufsbildung AG, Olten.

Die besten Kauffrauen (von links): Melissa Ammann aus Balsthal, Clientis Bank im Thal, Balsthal; Denise Probst aus Mümliswil, Amtschreiberei Thal-Gäu, Balsthal; Malaika Benmehdia aus Winznau, Leoni Studer AG, Däniken; Raffaela Hug aus Wangen bei Olten, Einwohnergemeinde Starrkirch-Wil; Elena Späti aus Heinrichswil, Login Berufsbildung AG, Olten.

94 Kaufleute und 80 Detailhändler wurden am Berufsbildungszentrum in Olten diplomiert.

Die beiden Diplomfeiern der Kaufmännischen Berufsfachschule (KBS) Olten fanden am vergangenen Freitag vor restlos gefüllten Rängen im Stadttheater Olten statt.
Nach dem musikalischen Auftakt, der von Michelle und Jenna Steiner dargeboten wurde, begrüsste Ursula Wildi, Rektorin KBS, zur Diplomfeier der Kaufleute. Zum vierten Mal könne das Berufsbildungszentrum Olten die beiden Feiern des Nachmittags gemeinsame unter der Trägerschaft von Industrie- und Handelsverein Olten und dem Gewerbe Olten durchführen.

Kreative Ideen sind gefragt

Thomas Vogt, Geschäftsführer Vogt AG und Vorstandsmitglied des Industrie- und Handelsvereins, stellte seine Rede unter das aktuelle Thema der Digitalisierung, dem er mit Bezug auf die Umsetzung in seinem Betrieb auf den Grund ging. Noch vor wenigen Jahren waren alle sozialen Medien in der Firma gesperrt gewesen, sagte er, doch der Entwicklung habe er ins Auge blicken müssen. So investiere er heute Zeit und Arbeit für den digitalen Auftritt, auch wenn ihm dies noch nicht mehr Projekte oder Umsatz bringe.



Aber wahrgenommen zu werden und die schnelle Streuung von Informationen seien ein deutlicher Vorteil. Er gab den Diplomanden mit auf den Weg, dass sie daran arbeiten sollten, als Persönlichkeiten angesehen zu werden. Der Arbeitsmarkt verlange nach flexiblen, engagierten Menschen, die kreative und innovative Ideen einbrächten. Gerade im Bürobereich werde sich mit der fortschreitenden Digitalisierung vieles ändern und Stärken in den Bereichen der Kreativität und Kommunikation seien besonders wichtig.

Die Übergabe der Diplome und Preise wurde von der Musik der Sängerin Jasmin Salzmann getragen: «Wake me up when it’s all over, when I’m wiser and I’m older», passte hervorragend zur Diplomfeier, wie Ursula Wildi betonte, alle seien etwas älter und auch etwas weiser geworden während der letzten drei Jahre.

Am Schluss der Diplomfeier stand die Verabschiedung der langjährigen Prorektorin Eva Eggenberger. Sie bekleidete während 15 Jahren das anspruchsvolle Amt und bleibt der Schule als kompetente Französischlehrerin erhalten. Nicht nur als Abteilungsleiterin der Berufsmaturität, sondern auch in vielen Gremien und Arbeitsgruppen hat sie sich einen Namen gemacht und die KBS Olten stets sehr kompetent vertreten.

Berufsbildung als tolle Grundlage

Die zweite Feier des Tages war für die Detailhändlerinnen und Detailhändler reserviert, die von der Musik von Michelle Nützi aus Fulenbach am Klavier begleitet wurde. Christoph Henzmann, Abteilungsleiter Detailhandel, durfte 80 Detailhandelsfachleuten und Detailhandelsassistent/-innen, davon vier in der Erwachsenenbildung, die Diplome überreichen. Sie alle hätten Durchhaltevermögen bewiesen, sagte Henzmann. Ab heute gelte es auch für sie, den Weiterbildungsmarkt im Auge zu behalten.

In seiner Rede blickte Darko Bosnjak vom Hotel Olten und Co-Präsident Gewerbe Olten auf den aktuellen Wandel in der Arbeitswelt. Der Schritt von der Ausbildung ins Berufsleben sei ein anspruchsvoller, der kulturelle Wandel und die Digitalisierung machten gerade vor dem Detailhandel keinen Halt. So sei das gegenwärtige Umfeld eher schwierig. Nicht nur er suche junge, innovative Personen, die neue Konzepte und Ideen mitbrächten.

Die duale Berufsbildung, die das Fundament für die Zukunft lege, bilde eine tolle Grundlage für eine Karriere. Denn: Wer könne diese schon in Angriff nehmen, wenn nicht die Anwesenden? Beide Feiern unter der Trägerschaft von Gewerbe Olten und dem Industrie- und Handelsverein wären niemals in diesem feierlichen Rahmen möglich, könnte die KBS Olten nicht auf derart viele namhafte Sponsoren und Gönner aus ihrem Einzugsgebiet zählen. (mgt)

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