Walterswil SO
Rücksicht auf Einwohner: Diese Plakatserie soll für mehr Aufmerksamkeit sorgen

Die Gemeinde Walterswil wirbt in einer Aktion für mehr Umsicht bei der Dorfdurchquerung. Das längerfristige Ziel ist jedoch ein anderes.

Noël Binetti
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So sehen die Plakate aus.

So sehen die Plakate aus.

Claudia Schilliger

Eigentlich soll es eine 30er-Zone werden, die durch den Dorfkern von Walterswil führt. Doch die Umsetzung einer solchen, notabene auf einer Kantonsstrasse, ist nicht in einer Haurückübung umsetzbar.

Gemeindepräsidentin Marie-Louise Wilhelm erklärt auf Anfrage:

«Wir stehen diesbezüglich mit dem Kanton in Kontakt.»

Die Idee, eine oder zwei solcher verkehrsberuhigten Zonen zu schaffen, wurde zuhanden der Ortsplanungsrevision eingegeben. Nun hat sich die Gemeinde eine kreative Geste überlegt, mit der sie Leute am Steuerrad erreichen kann, «und zwar absolut alle, die das Dorf lediglich durchqueren», so Wilhelm Mit sieben verschiedenen Plakaten soll in beiden Richtung die Message verbreitet werden: «Fahrt langsam, passt auf.» Erlaubt sind 50 Km/h. «SLOW bedeutet für uns höchstens Tempo 50», hält Wilhelm fest.

Weil die Strasse eng und einer markanten Topografie ausgesetzt ist, komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Nun habe man in Zusammenarbeit mit einer lokalen Werbeagentur eine Plakatserie erarbeitet, welche «speziell und auffällig» sei, so die Gemeindepräsidentin.

Leute aus dem Dorf fotografiert

Die Menschen, die auf den Bildern zu sehen sind, hätten die abgebildeten Situationen nicht nachgestellt, sondern hätten sich jeweils tatsächlich in der jeweiligen Konstellation befunden. Zu sehen sind etwa eine Gruppe junger Mütter mit ihren Kindern, eine Equipe auf Velos, Schulkinder, Reiterinnen oder Wanderer.

Marie-Louise Wilhelm, Gemeindepräsidentin Walterswil

Marie-Louise Wilhelm, Gemeindepräsidentin Walterswil

Zvg
«Wir hoffen, dass mit dieser Aktion bereits etwas gegen Fahrzeuge bewirkt werden kann, die zu schnell in unserem Dorf unterwegs sind»,

sagt Wilhelm. Auch komme es immer wieder vor, dass Lastwagen auf das Trottoir ausweichen würden, «das ist enorm gefährlich.» Die Gemeinde habe den Verkehrsfluss vor der Aktion gezählt und gemessen. Dies werde man auch während der laufenden Aktion und danach weiter tun. Und auch der Kanton habe bereits eine Analyse durchgeführt.