Trimbach
Mensch und Maschine trotzten dem Wetter – 300 Personen nahmen am fünften Isebähnli-Töffli-GP in Trimbach teil

Töfflifans bretterten letzten Samstag durch 21 Gemeinden und legten dabei eine 90 Kilometer lange Strecke zurück. Auch dieses Jahr wurde die alljährliche Töffli-Ausfahrt zum Erfolg.

Cyrill Pürro
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Die 300 Teilnehmenden fuhren mit ihren Töfflis durch die Kantone Solothurn und Basel-Land.

Die 300 Teilnehmenden fuhren mit ihren Töfflis durch die Kantone Solothurn und Basel-Land.

zvg

Dieses Spektakel hat in Trimbach Tradition: Jeden ersten Samstag nach Fronleichnam treffen sich «Töfflibuebe- und Meitschi» zum jährlichen Isebähnli-Töffli-GP beim Restaurant Isebähnli. Auch in der Corona-Zeit verzichtet man nicht auf die alljährliche, organisierte Töffli-Ausfahrt. Diese wurde zum Erfolg: «Wir beobachten einen leicht steigenden Enthusiasmus», kommentiert Organisator Martin Sulzer den vergangenen Samstag. 300 Personen nahmen teil, letztes Jahr waren es rund 250. Sulzer ist froh, konnte der Grand-Prix stattfinden. «Wenn es wärmer wird, schlägt unser «Töffli-Herz» höher», schwärmt Sulzer.

Wer zu früh ins Ziel einfährt, verliert

Für die «Töfflibuebe- und Meitschi» ist der Grand-Prix mehr als nur ein Rennen. Die Teilnehmenden legten die 90 Kilometer lange Strecke mit 1200 Höhenmetern zum Vergnügen zurück. Laut Sulzer handle es sich daher mehr um eine «organisierten Töffli-Ausfahrt». «Manche Teilnehmende besuchen auf dem Weg ein Restaurant oder halten an besonders interessanten Passagen an», sagt Sulzer. Die Regel ist: Wer vor viereinhalb Stunden am Ziel ankommt, wird disqualifiziert. So werde die Idee einer gemeinsamen, gemütlichen Ausfahrt gefördert.

Ein Rennen, welches gar keins ist: Der Grand-Prix soll vor allem Spass machen und der Zusammenkunft dienen.

Ein Rennen, welches gar keins ist: Der Grand-Prix soll vor allem Spass machen und der Zusammenkunft dienen.

zvg

Allerdings fehlte das Publikum. Denn auf eine Zuschauerschaft mussten die Teilnehmenden weitgehend verzichten, da dem Anlass eine Obergrenze an Teilnehmenden à 300 Personen gesetzt war. Hinzu kam das schlechte Wetter, wie Sulzer erklärt. Den ganzen Tag habe es in Strömen geregnet, nur vereinzelte Personen standen am Streckenrand und schauten dem fröhlichen und hektischen Treiben zu. Dieses Jahr ratterten die Töfflifahrerinnen- und Fahrer durch 21 Solothurner und Basellandschaftlichen Gemeinden.

Die Anmeldung für eine Teilnahme am Grand-Prix kostet jedes Jahr pro Teilnehmerin und Teilnehmer 35 Franken. Mit dem Startplatz zusammen erhalten die Antretenden ein Geschenk samt Verpflegung. Mitmachen können alle. Pflicht sei laut Sulzer lediglich das «Töffli-Fieber». Das Töffli der jeweils Antretenden sollte ausserdem in gutem, strassen- und gesetztauglichem Zustand sein. «Wir kontrollieren jedes einzelne Gefährt auf seine Tauglichkeit», sagt Sulzer. Auch wisse er bereits, wann der Grand-Prix zum sechsten Mal stattfindet. «Töffli-Freunde können sich auf den 18. Juni 2022 freuen», so Sulzer.