Trimbach
Gemeinderat empfängt Delegation vom Schülerrat – die Kinder haben eine Forderung

Die Schulkinder aus dem Schulhaus Mühlematt in Trimbach wünschen sich einen autofreien Schulhausplatz.

Noël Binetti
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Der Schülerrat im Gespräch mit Gemeindevertretern. Der Gemeinderat will den Kindern auf ihre Forderung eine Antwort geben.

Der Schülerrat im Gespräch mit Gemeindevertretern. Der Gemeinderat will den Kindern auf ihre Forderung eine Antwort geben.

Bruno Kissling

Am Dienstag empfingen Gemeindepräsident Martin Bühler, Thomas Lüthi von der Werk- und Umweltkommission sowie Bauverwalter Roland Brunner Schulkinder aus dem Schulhaus Mühlematt. Diese überreichten dem Gemeinderat drei Briefe, die sie aus eigener Initiative verfasst und unterzeichnet haben. Ihr Anliegen: den Schulhausplatz künftig nicht mehr mit Autos teilen zu müssen.

Immer wieder kommt es auf dem Platz vor dem Schulhaus zu Konfrontationen mit geparkten oder vorbeifahrenden Autos. Weil die Parkplätze beim Mühlemattsaal öffentlich zugänglich sind, teilen die Kinder den Platz in ihren Pausen mit den Fahrzeugen. Manchmal rollen Bälle unter abgestellte Autos oder landen auf einem Autodach. Es kam schon vor, dass die Kinder dafür gerügt wurden.

Marianne Wyss ist Klassenlehrerin der 4. Klasse im Schulhaus. Auf Anfrage sagt sie:

«Seit dem Sommer organisieren sich die Kinder in einem Schülerrat. In jeder Klasse wurde ein Sprecher oder eine Sprecherin gewählt, einmal im Monat tauschen wir uns gegenseitig mit ihnen aus.»

Dabei hätten die Kinder das Anliegen formuliert. Anschliessend sei die Idee entstanden, mit einem Schreiben an die Gemeinde zu gelangen.

Gemeindepräsident signalisiert Verständnis für die Forderung

Martin Bühler zeigt sich erfreut über die Initiative der Kinder. Er sagt: «Das ist ein berechtigtes Anliegen, wir nehmen das ernst.» Die Bau- und Werkkommission habe sich auch schon mit dem Thema befasst. Eine Lösung könnte die Tiefgarage sein, die beim Schulhaus liegt, derzeit aber verschlossen ist. «Hier gibt es mehrere Fragen zu klären», sagt Bühler. «Beispielsweise ist die Garage sicherheitstechnisch nicht auf dem neusten Stand. Und die Frage der Zugänglichkeit muss geklärt werden.» Aber auch eine zeitlich beschränkte Befahrbarkeit des Schulhausareals stelle eine Option dar.

Das Parkplatzproblem müsse allerdings in einem grösseren Kontext angegangen werden. «Sonst verschiebt es sich nur», so Bühler. Denn in der Nähe steht das Gemeindehaus. Dort sind die Parkplätze rar. Die zuständige Kommission werde sich nun eingehend damit beschäftigen.

Nach den Sommerferien soll von der Gemeinde ein Konzept vorgestellt werden, das nach einer Pilotphase auszuwerten sei. «Am besten ist es, wenn alle Betroffenen mitreden können. So entsteht eine Lösung, die von allen getragen wird», erklärt der Gemeindepräsident. Und:

«Die Schülerinnen und Schüler werden von uns eine Antwort erhalten.»

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