Niederamt

Tausende Tonnen Blocksteine und ein Buch: Die Zahlen zu den Aare-Bauarbeiten

Diese Schutzmauer in Schönenwerd ist eine von vielen Massnahmen.

Diese Schutzmauer in Schönenwerd ist eine von vielen Massnahmen.

Für den Hochwasserschutz und die Revitalisierung der Aare im Niederamt wurde viel Erdmasse bewegt.

Letzte Woche erklärte das Amt für Umwelt (AFU) die Bauarbeiten für Hochwasserschutz und Revitalisierung der Aare zwischen Olten und Aarau für beendet. Auf dreizehn Kilometern wurden in über zehn Jahren Bauzeit Seitengerinne geflutet, Dämme gebaut, Schutzmauern errichtet, Bäume wieder aufgeforstet und Inseln neu belebt.

Der Schutz der Quartiere vor Hochwasser genoss zu Beginn der Planungs- und Bauzeit oberste Priorität. Hinzu kamen Verbesserungen für unterschiedlichste Ökosysteme und ein vielseitiger Zugang für die Bevölkerung zum Aareufer als Naherholungsgebiet. Kurz: Der Fluss erhielt seinen Raum zurück und Überschwemmungen sollen im Niederamt der Vergangenheit angehören.

Die Bauarbeiten bedeuteten für den Kanton eine enorme Aufgabe. Die Kosten von 34 Millionen Franken teilten sich Bund (42 Prozent), Kanton (48 Prozent) und die zehn betroffenen Gemeinden (10 Prozent). Vor Ort teilten die Co-Projektleiter des AFU mit, dass das gesprochene Budget nicht ganz ausgeschöpft werde, man also unter den erwarteten Kosten bleibe.

Ausführliche Dokumentation

In einer umfassenden und reich bebilderten Dokumentation sind die Entwicklung und das Fortschreiten der Bauarbeiten festgehalten. Und auch ein Blick in die Geschichte der Aare und jene der Region sind darin zu finden.

Die einzelnen Bauwerke in den verschieden Niederämter Gemeinden werden vorgestellt und neue Pläne lassen sich mit historischen vergleichen. Das Buch vom AFU steht auf dessen Website auch kostenlos als PDF zur Verfügung. Im Kontext sind einige Zahlen und Fakten zum «Jahrhundertwerk» festgehalten, wie das AFU das Projekt auch betitelt.

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