Whatsapp, Instagram, Snapchat – Smartphones sind bei Jugendlichen aber auch Kindern angesagt und gehören wie die neuen Medien längst zu ihrem Alltag. «Es ist wichtig, Kindern und Jugendlichen einen vernünftigen Umgang mit digitalen Geräten beizubringen und ihnen auch die Gefahren aufzuzeigen», sagt Matthias Bär, Co-Leiter der Kreisschule Safenwil-Walterswil, und ergänzt: «Die Digitalisierung schreitet rasant und unaufhaltsam voran.»

Hard- und Software, Daten speichern, Zeichnen, Konstruieren, Programmieren und das Surfen im Internet sind an der Kreisschule Safenwil-Walterswil sind schon seit längerem ein Thema im Unterricht. «Der Einsatz von Computern ist aus dem Privat- und Berufsleben und damit auch aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken», sagt Matthias Bär, der für die Oberstufe und das stufenübergreifende Informatikkonzept zuständig ist.

42'000 Franken aus Walterswil

Getreu dem Motto «früh übt sich» sammeln an der Kreisschule schon Kindergärtler ihre Erfahrungen auf dem Tablet. Pro Klasse stehen zwei Geräte zur Verfügung. Spielerisch üben Primarschüler am Computer mit einem Memory-Programm das ABC, und Blitzrechnen ist mit einer anderen Software angesagt. «Der Unterricht ist dem Alter angepasst», sagt Bär. Er erzählt, wie sich der Berufsalltag für die Lehrer verändert hat. Seit einigen Jahren tragen sie die Noten in die Zeugnisse elektronisch ein, schreiben E-Mails an Eltern, verfassen Abrechnungen am Computer und bringen den Schülern den Umgang mit den neuen Medien bei. Wie kreativ die Umsetzung ist, zeigt sich am 9. und 10. März an der Ausstellung «Kunstkontakte» in der Mehrzweckhalle Safenwil.

Damit all dies an der Kreisschule Safenwil-Walterswil zeitgemäss erfolgen kann, hat im November 2014 die Safenwiler Gemeindeversammlung einem Kredit von 311'000 Franken für die Erneuerung der Schulinformatik an der Kreisschule zugestimmt. Da die Kreisschule seit 2003 gemeinsam mit Walterswil geführt wird, beteiligte sich die Solothurner Gemeinde mit 42'000 Franken. Für den Zeitraum 2015 bis 2017 teilte sich der Betrag mit 171'000 Franken für Hard- und Software und 140'000 Franken für Infrastruktur auf.

Vernetzte Schulhäuser

«Die Erneuerung war dringend nötig, denn das ICT-Konzept 2015 bis 2020 ist eine Fortsetzung des Informatikkonzeptes aus dem Jahr 2007», sagt Bär. Nun sind alle Schulhäuser miteinander verbunden und mit Drahtlosnetzwerken ausgestattet. Des Weiteren sind Datenablagen für Schulleitung, Schulverwaltung, Lehrpersonen und Lernende eingerichtet.

Besonders im Fokus steht die Sicherheit der Netzwerke. Die Schulnoten werden auf einem externen Server von einer spezialisierten Firma verwaltet. Nach der Neubeschaffung von 135 Geräten wie PCs, Laptops, Tablets und Druckern hat sich augenmerklich das Bild im Schulzimmer verändert. Anstelle von Hellraumprojektoren und Leinwänden sind Visualizer und interaktive Wandtafel-Technologien im Einsatz. «Es besteht dennoch die Möglichkeit, Schiefertafel und Kreide zu benutzen», sagt Bär.

Für rund 15 ersetzte Hellraumprojektoren und einige TV-Geräte wird eine Weiterverwendung in Osteuropa geprüft. Damit die Lehrerinnen und Lehrer informatikfit sind, gehören Weiterbildungen dazu. «Wir sind verpflichtet, uns mit den neuen Medien zu befassen, denn wir bilden die Leute von morgen aus.»